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Max Verstappen hat Red Bulls dringendstes Problem vor der Formel-1-Sommerpause ausgemacht: Der RB22 verliert im Verlauf eines Grand-Prix-Wochenendes an Leistung.
Der viermalige Weltmeister kam beim Großen Preis von Ungarn trotz eines schwierigen Qualifyings auf Platz zwei ins Ziel. Das Ergebnis konnte seine Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit des Autos jedoch kaum kaschieren. Verstappen erklärte, Red Bull müsse zunächst „insgesamt mehr Leistung“ finden. Gleichzeitig müsse das Team die Situationen in den Griff bekommen, in denen das Auto „über ein Wochenende hinweg oder sogar vom Start bis zum Ende des Rennens“ an Tempo verliert.
„Das ist tatsächlich auch eine große Priorität“, sagte er gegenüber den Medien.
Die Aussagen machen deutlich, dass das Problem über einen einzelnen Rückschlag im Qualifying hinausgeht. Red Bulls Leistung ist über das gesamte Rennwochenende hinweg nicht konstant. Verstappen kann sich deshalb nicht darauf verlassen, dass der RB22 sein Potenzial von einer Sitzung zur nächsten beibehält. Seine jüngste Einschätzung folgt auf eine schwierige Saison des Teams, das mit 177 Punkten hinter Mercedes, Ferrari und McLaren auf Platz vier der Konstrukteurswertung liegt.
Am Hungaroring sagte Verstappen, das Problem sei nicht einfach auf Reifenverschleiß zurückzuführen. Stattdessen sprach er von einem „Leistungsabbau des Autos“: Jede Qualifying-Runde sei weniger konkurrenzfähig gewesen als die vorherige.
„Jede Runde, die ich im Qualifying gefahren bin, wurde einfach immer schlechter“, sagte Verstappen.
Am deutlichsten zeigte sich das Problem in Q3, als er sich drehte und sich nur als Sechster qualifizierte. Das Heck des Autos sei beim Einlenken „nicht vorhanden“ gewesen – eine besonders gravierende Einschränkung auf einer Runde, auf der Vertrauen und Konstanz entscheidend sind.
Seine Aufholjagd auf Platz zwei hinter Rennsieger Lando Norris war deshalb eine wichtige Schadensbegrenzung. Zugleich zeigte sie aber auch die Lücke zwischen Verstappens Fähigkeit, ein Ergebnis herauszuholen, und Red Bulls aktuellem Leistungsniveau. Die unmittelbare Herausforderung für das Team besteht nicht nur darin, den RB22 schneller zu machen. Es muss auch sicherstellen, dass dieses Tempo während des gesamten Rennwochenendes verfügbar bleibt.
Verstappen sprach außerdem die Frage nach dem ADUO-System an, das im Rahmen des Reglements für 2026 eingeführt wurde. Der Mechanismus für zusätzliche Entwicklungs- und Upgrade-Möglichkeiten gewährt Herstellern weitere Motoren-Updates, wenn die Leistung ihrer Verbrennungsmotoren unter dem festgelegten Referenzwert liegt.
Red Bull Powertrains wurde von der FIA als Referenz eingestuft. Damit ist Red Bull von diesen Zugeständnissen zur Aufholjagd ausgeschlossen. Verstappen kommentierte die ungewöhnliche Situation mit einer deutlichen Bemerkung: „Ich hätte auch gern ein bisschen ADUO.“
Er ergänzte, dass das Team die Situation nach der Sommerpause prüfen werde. Seine Aussagen passen zu Red Bulls grundsätzlichen Sorgen um den RB22 – ein Thema, das auch in Verstappens Einschätzung zu Red Bulls Prioritäten für die zweite Saisonhälfte untersucht wird.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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