Wird geladen

Kimi Antonelli hat eingeräumt, dass ihn der Druck während der schwierigsten Phase seiner Rookie-Saison 2025 „zerstört“ habe. Zugleich habe ihm diese Erfahrung wichtige Erkenntnisse über sich selbst vermittelt – als Rennfahrer und als Mensch.
Der Italiener wurde nach Lewis Hamiltons Wechsel zu Ferrari zu Mercedes befördert. Sein rasanter Aufstieg durch die Nachwuchsserien hatte bereits dazu geführt, dass er die Formel 3 übersprang und direkt in die Formel 2 wechselte, bevor ihm das Team ein Formel-1-Cockpit anvertraute.
Antonelli erwischte einen starken Start in seine Debütsaison, geriet während des europäischen Saisonabschnitts jedoch in Schwierigkeiten. Im SAP-Podcast Significant Figures sagte er, er habe das Gefühl gehabt, die Menschen zu enttäuschen, die seine Beförderung unterstützt hatten – insbesondere Mercedes-Teamchef Toto Wolff, der maßgeblich an dieser Entscheidung beteiligt gewesen war.

„Ich habe zugelassen, dass der Druck mich in dieser Phase ebenfalls gewissermaßen zerstört, weil ich das Gefühl hatte, so viele Menschen zu enttäuschen, die an mich geglaubt hatten“, erklärte Antonelli.
Er sagte, dass er in diesem Zeitraum nicht gut gefahren sei. Ein ausführliches Gespräch mit Mercedes nach dem Europa-Abschnitt habe ihm jedoch geholfen, einen Neustart zu schaffen. Danach fand er allmählich zu seiner Form zurück und zeigte in der zweiten Saisonhälfte deutlich stärkere Leistungen.
Die Aufholjagd gab ihm einen wichtigen Schub für sein Selbstvertrauen. Antonelli erklärte, dass die Überwindung dieser schwierigen Momente ihm Zuversicht für die folgende Saison gegeben habe. Gleichzeitig habe sie ihn gezwungen, sein Verhalten unter Druck besser zu verstehen.
„Ich habe gelernt, wie mein Körper auf solche Momente reagiert, wie mein Kopf damit umgeht und was mir hilft, wieder den richtigen Fokus und die richtige Einstellung zu finden“, sagte er.

Dazu gehörte auch, zu lernen, seine Energie über ein gesamtes Rennwochenende hinweg einzuteilen und dabei Teamtermine, das Fahren sowie die vielfältigen Anforderungen der Formel 1 miteinander zu vereinbaren. Antonelli räumte ein, dass viele seiner Ansätze während der schwierigen europäischen Phase nicht hilfreich gewesen seien. Die Erfahrung habe ihm jedoch gezeigt, wie er effektiver reagieren kann, wenn sich die Dinge zum Schlechten entwickeln.
Seine Entwicklung setzte sich anschließend fort. In seiner zweiten Saison habe Antonelli laut Beobachtern von Rennen zu Rennen zugelegt und stehe seit dem dritten Lauf in Japan an der Spitze der Fahrerwertung. Auch der weitere Umgang von Mercedes mit seiner Entwicklung sorgte für Aufmerksamkeit – etwa durch die Überlegung einer strategischen Strafe für die Antriebseinheit in Monza, wie dieser aktuelle Bericht zeigt.
Antonelli sagte, Mercedes habe hart daran gearbeitet, ihn zu schützen. Dennoch sei das Ausmaß seiner ersten Saison überwältigend gewesen. Die Lernkurve habe sich für ihn so angefühlt, als hätte er drei Jahre Erfahrung auf einmal sammeln müssen. Ende 2025 sei er deshalb körperlich und mental erschöpft gewesen.
Für Antonelli war diese schwierige Phase daher mehr als nur ein Rückschlag. Sie wurde zu einer anspruchsvollen Lektion darin, mit Druck umzugehen, die eigenen Kräfte einzuteilen und den Fokus wiederzufinden, wenn sich eine Saison gegen ihn zu wenden beginnt.
Passend dazu: Verstappen lobt Antonellis „bombenstarken“ Saisonstart 2026.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare
Seien Sie der Erste, der Ihre Gedanken teilt!
Beiträge werden geladen...