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Sébastien Buemi wird seine Formel-E-Karriere nach dem London E-Prix an diesem Wochenende beenden und damit eine der erfolgreichsten Laufbahnen in der Geschichte der Meisterschaft abschließen. Der Schweizer bleibt Envision Racing jedoch in beratender Funktion sowie bei der Entwicklung erhalten, während sich das Team auf den Beginn der Gen4-Ära vorbereitet.
Buemis Bilanz in der vollelektrischen Meisterschaft umfasst 14 Siege, 36 Podestplätze, 17 Polepositions und den Fahrertitel 2015/16. Sein letzter Formel-E-Auftritt findet beim London-Finale statt, das zugleich die Gen3-Ära beendet und über den Ausgang der Saison entscheidet. Hier gibt es den Zeitplan und alle Details zum Titelkampf beim London E-Prix.
Spekulationen über Buemis Zukunft hatten in den vergangenen Monaten zugenommen, nachdem der ursprüngliche Kalender der Saison 2026/27 zwei Überschneidungen mit der Langstrecken-Weltmeisterschaft vorgesehen hatte. Die Formel E verlegte die Monaco-Runde 2027 später, wodurch nur noch eine Terminüberschneidung blieb. Buemi hat sich dennoch entschieden, der Meisterschaft den Rücken zu kehren und sich auf seine Hypercar-Verpflichtungen mit Toyota zu konzentrieren.
Sein Abschied wurde am Donnerstag bekannt gegeben – nur zwölf Stunden nachdem Envision bestätigt hatte, dass auch Joel Eriksson seinen Platz nach dem Ende der laufenden Saison räumen wird. Das Team geht daher mit einer komplett neuen Fahrerpaarung in die kommende Saison, behält Buemis Erfahrung aber in seiner erweiterten Struktur.

„Das war eine schwierige Entscheidung, insbesondere angesichts des Beitrags, den Seb und Joel für unser Team geleistet haben“, sagte Teamchef Sylvain Filippi.
„Mit Blick auf Gen4 und einen immer anspruchsvolleren Formel-E-Kalender beginnt für das Team eine wichtige Entwicklungsphase. Sebs Erfahrung wird für uns weiterhin wertvoll sein. Wir freuen uns deshalb, dass er Envision Racing auch künftig in beratender Funktion und bei der Entwicklung unterstützen wird.“
Buemi entwickelte sich zu einer der prägenden Figuren der frühen Formel E. Eng verbunden war er dabei mit dem Renault-e.dams-Team, aus dem später das Werksteam von Nissan hervorging. Bereits in der zweiten Saison der Rennserie gewann er die Meisterschaft und blieb auch in den folgenden Jahren ein Titelanwärter.
Seine Titelverteidigung wurde durch eine Überschneidung mit seinen WEC-Verpflichtungen erschwert, wegen derer er das Doppelrennen in New York auslassen musste. Am Ende wurde er Zweiter, kämpfte mit Renault und Nissan aber weiterhin an der Spitze, bevor er 2023 den mutigen Wechsel zum Jaguar-Kundenteam Envision vollzog.
Auch wenn er nicht mehr an seine frühere Bestform anknüpfen konnte, sammelte Buemi weiterhin gelegentlich Podestplätze. Im vergangenen Jahr fand er mit seinem Sieg beim Monaco E-Prix zudem wieder auf die Siegerstraße zurück. Die Saison 2025/26 ist seine vierte und letzte mit Envision.
Buemi ist nicht der einzige Formel-E-Veteran, der die Meisterschaft verlässt. Lucas di Grassi, Champion der Saison 2016/17 und ein weiterer Fahrer, der seit der Gründung der Meisterschaft dabei ist, gab im April seinen bevorstehenden Abschied bekannt.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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