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McLaren-Teamchef Andrea Stella hat den „respektvollen Umgang“ zwischen Lando Norris und Oscar Piastri nach ihrem intensiven Kampf um den Sieg beim Großen Preis von Ungarn am vergangenen Wochenende gelobt.
Norris, der amtierende Weltmeister, sicherte sich im 70-Runden-Rennen auf dem Hungaroring seinen ersten Grand-Prix-Sieg der Saison. Der Erfolg war jedoch keineswegs geradlinig. Nachdem Norris von der Strecke abgekommen war, verlor er in Kurve 2 die Führung an Piastri, der damit den ersten Rennabschnitt kontrollierte.
Piastri lag auch nach seinem ersten Boxenstopp vorn, während Norris McLaren per Funk mitteilte, dass er bei freier Fahrt deutlich schneller sein könne. Anschließend verlagerte sich das strategische Duell, als Piastri zu seinem zweiten Stopp an die Box gerufen wurde. Der Verkehr auf seinen frischen Reifen bremste ihn aus – besonders in Kurve 2, wo er den Williams von Carlos Sainz berührte.
Der Zwischenfall trug zu einer wütenden Funkreaktion Piastris auf die Teamstrategie bei. Norris stoppte sechs Runden später und kam vor Piastri wieder auf die Strecke. Danach fuhr er den Sieg ein. Piastri schied später mit einem mutmaßlichen Getriebeproblem aus.
Stella sagte, Piastri habe sich nach dem Rennen entschuldigt und klargestellt, dass seine Kommentare im Ärger gefallen seien. Zugleich betonte er, der Kampf zwischen den beiden McLaren-Piloten sei fair verlaufen.
„Ich bin mit dem respektvollen Umgang, den sie miteinander gepflegt haben, sehr zufrieden – sie haben jeden Kontakt vermieden“, sagte Stella. Als Beleg verwies er auf den Kampf in der ersten Kurve. Beide Fahrer hätten ihre Chancen gehabt: Piastri habe in Kurve 2 den Grip besser eingeschätzt, die Führung übernommen und selbst die Möglichkeit auf den Sieg gehabt.
McLaren entschied sich auch deshalb für Piastris Boxenstopp, um auf Lewis Hamiltons Ferrari zu reagieren. Stella erklärte, das Team habe es sich nicht leisten können, die Streckenposition aufzugeben. Die Berührung mit Sainz habe dann für eine unglückliche Komplikation gesorgt. Außerdem hätten die blauen Leuchttafeln für zu überrundende Fahrzeuge nicht funktioniert. Sainz sei jedoch ein fairer und korrekter Fahrer; die Berührung sei unbeabsichtigt gewesen.
Sobald Norris freie Fahrt hatte, sei sein Tempo „einfach überragend“ gewesen, sagte Stella. Dadurch habe er pro Runde etwa eine halbe Sekunde gutgemacht und vor Piastri an die Box fahren können.
Der Sieg unterstrich zudem McLarens verbesserte Wettbewerbsfähigkeit, nachdem neue Upgrades das Team wieder an die Spitze gebracht hatten. Wie unser Bericht zum Ungarn-GP erklärt, wurde Norris’ Sieg letztlich von Piastris frustrierendem Ausfall überschattet. Für Stella überwog jedoch eine klare Erkenntnis: Beide McLaren-Fahrer können nun um Siege und Podiumsplätze kämpfen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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