Alonso hält sich 2027 alle Türen offen: WEC bleibt Option

Fernando Alonso hat bestätigt, dass ein Wechsel in die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) eine ernsthafte Option für ihn darstellt, während er über seine Zukunft nach der laufenden Formel-1-Saison nachdenkt.
Der zweimalige Weltmeister hat sich für 2027 noch nicht offiziell an eine Vertragsverlängerung mit Aston Martin gebunden. Der Rennstall aus Silverstone möchte Alonso jedoch unbedingt halten, um mit Motorenpartner Honda weiter an die Spitze aufzuschließen. Nach 13 Rennen der aktuellen Saison stehen für Alonso allerdings erst magere drei Zähler zu Buche.
Trotz der schwierigen Phase bei Aston Martin stellte Alonso klar, dass seine Entscheidung nicht allein von der Konkurrenzfähigkeit des Autos abhängen wird. Vielmehr will er abwägen, wie viel Fahrspaß ihm die neuen Regularien tatsächlich bereiten.
Auf die Frage, ob die WEC eine Option für 2027 sei, antwortete Alonso kurz und bündig: „Ja.“
Diese Möglichkeit birgt besondere Relevanz, da Aston Martin selbst werksseitig in der Langstrecken-WM vertreten ist und Alonso in dieser Kategorie bereits große Erfolge feierte. In der Saison 2018/19 sicherte er sich mit Toyota den WEC-Weltmeistertitel und krönte sich zudem zweimal zum Sieger der legendären 24 Stunden von Le Mans.

Vorerst keine offizielle Bekanntgabe
Alonsos Aussagen verleihen der Debatte über seine Zukunft ein weiteres spannendes Element. Obwohl das Rennwochenende in Madrid sein Heimspiel ist, wird an diesen Tagen keine offizielle Bekanntgabe erwartet. Alonso selbst unterstrich dies bereits im Vorfeld und betonte, dass eine Entscheidung über seine Zukunft „nicht bald“ fallen werde.
Damit bleiben das Interesse von Aston Martin an einer Verlängerung, ein potenzieller Wechsel in die WEC und Alonsos persönlicher Spaß am neuen F1-Reglement die zentralen Faktoren, die es noch zu klären gilt. Zuvor hatte der Spanier bereits klargestellt, dass er vor dem Großen Preis von Spanien keinen Rücktritt verkünden wird – eine definitive Antwort auf die Frage nach seinem Verbleib in der Formel 1 steht damit aber weiterhin aus.

Voller Fokus auf Madrid
Vorerst gilt Alonsos volle Konzentration jedoch dem Geschehen auf der Strecke. Er erwartet, dass der neue Stadtkurs in Madrid eine echte Herausforderung darstellen wird, und beschreibt die Streckenführung als hochgradig technisch – mit aggressiven Randsteinen und rasanten Highspeed-Passagen dicht an den Mauern.
„Der Kurs scheint vor allem eines zu sein: extrem schwer zu lernen“, so Alonso. Er zog dabei Vergleiche zu manchen Abschnitten in Dschidda, betonte jedoch gleichzeitig, dass der Simulator das echte Fahrgefühl auf dieser Strecke nicht eins zu eins widerspiegeln könne.
„Ich freue mich deshalb sehr auf das 1. Freie Training. Ich will die Strecke aus dem Cockpit heraus kennenlernen und all diese Details für mich entdecken.“
