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Aston Martin hat am Wochenende in Ungarn das bisher größte technische Ausrufezeichen gesetzt und ein Paket eingeführt, das den Formel-1-Boliden grundlegend transformiert, anstatt ihn nur mit schrittweisen Updates über mehrere Grands Prix hinweg zu verbessern.
Sowohl Fernando Alonso als auch Lance Stroll erhalten ein neues Chassis und ein neues Aerodynamik-Konzept. Teamchef Mike Krack deutete zudem an, dass das Team an diesem Wochenende eine andere Philosophie bei der Fahrzeugneigung (Rake) verfolgt. Getriebe und Antriebseinheit bleiben unverändert, während das erste ADUO-Upgrade von Honda für Zandvoort geplant ist.
Das Ausmaß dieses Pakets spiegelt den Druck wider, der auf Aston Martin lastet. Das Team muss Eigentümer Lawrence Stroll gegenüber greifbare Fortschritte nachweisen, doch der persönlichere Fokus liegt auf Alonso, der eine schwierige erste Saisonhälfte hinter sich hat. Wie in Alonsos aktueller Einschätzung zum Aston-Martin-Upgrade und seiner F1-Zukunft 2027 dargelegt, ist das Upgrade zwar wichtig für die Ausrichtung des Teams, aber nicht der einzige Faktor in seinem Entscheidungsprozess.
Alonso hat klargestellt, dass seine Zukunft eher von den Reglements als von der unmittelbaren Wettbewerbsfähigkeit von Aston Martin abhängt. Max Verstappen, der ebenfalls Kritik an den aktuellen Regeln geübt hat, sagte, er könne diese Haltung voll und ganz nachvollziehen.
„Es ist nicht das, was man sich wünscht“, sagte Verstappen in Ungarn. „Natürlich ist Fernando 44, also ist es für ihn wahrscheinlich etwas einfacher zu sagen: ‚Ich höre auf‘, weil er seine Karriere im Grunde schon hinter sich hat.“
Verstappen fügte hinzu, er würde Alonso gerne bis 60 fahren sehen, hält das in der Formel 1 jedoch nicht für realistisch. Seine eigene Situation sei anders: Mit 28 Jahren liebe er das Rennfahren immer noch und sei bereit, sich mit einem Meisterschaftsumfeld auseinanderzusetzen, das ihm eigentlich nicht gefällt.
„Ich versuche einfach, mit dem umzugehen, was wir haben, auch wenn das, was wir im Moment haben, nicht das ist, was ich mag“, sagte er.
Die unmittelbare Frage ist, ob der überarbeitete Aston Martin Alonso aus dem hinteren Feld befreien kann. Verstappen argumentierte, dass die aktuellen Ergebnisse ein schlechter Maßstab für Alonsos Fähigkeiten seien, und betonte, dass der zweifache Weltmeister es nicht verdient habe, auf dem 21. Platz zu fahren, sondern mindestens ein Top-5-Fahrer sein sollte.
Dennoch macht das Auto Alonsos tatsächliche Geschwindigkeit schwer beurteilbar. Stroll ist der einzige aussagekräftige interne Vergleich, und Alonso führt das Qualifying-Duell derzeit mit 8:2 an. Diese Bilanz unterstreicht seine Leistung und hebt gleichzeitig die Bedeutung des neuen Pakets hervor: Aston Martin muss nun beweisen, dass der bisherige Rückstand im Auto begründet lag und nicht im Fahrer.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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