Wird geladen

Runde sieben in Budapest hat die Formel-3-Meisterschaft neu geordnet und ein Hauptrennen geliefert, das diesem Anlass würdig war. Freddie Slater und Ugo Ugochukwu reisten mit nur einem Punkt Unterschied zum Hungaroring, bevor es vor der Sommerpause um die Tabellenführung ging.
Slater erwischte den besseren Start ins Wochenende: Er qualifizierte sich als Zweiter, während Ugochukwu von Platz sechs ins Rennen ging. Der US-Amerikaner schien im Sprintrennen zunächst Boden gutzumachen und kletterte in die Top fünf, während Slater auf Rang neun zurückfiel. Eine Fünf-Sekunden-Strafe und starker Reifenverschleiß warfen Ugochukwu jedoch auf Platz 17 zurück. Slaters zehnter Platz sorgte dafür, dass beide Fahrer punktgleich waren.

Am Sonntag fiel die Entscheidung. Slater übernahm die Führung, nachdem Tuukka Taponen wegen eines Reifenschadens an die Box musste. Ugochukwu arbeitete sich mit einem sehenswerten Doppelüberholmanöver gegen Brando Badoer und Mattia Colnaghi auf Platz zwei vor. Anschließend lagen die Titelrivalen über die gesamte zweite Rennhälfte dicht beieinander, doch Slater fand wiederholt genügend Tempo und Kontrolle, um seinen Verfolger hinter sich zu halten.
Damit feierte Slater seinen ersten Formel-3-Sieg und übernahm vor den letzten beiden Saisonrunden die Tabellenführung. Ugochukwus Podiumsplatz beendete zwar eine Serie von drei punktlosen Rennen, zugleich war es aber das erste Wochenende dieser Saison, an dem er in der Fahrerwertung hinter Slater lag. Der vollständige Bericht über Slaters ersten Sieg zeigt, welche Bedeutung dieser Durchbruch hatte.
Nach den ersten fünf Runden war die Saison von MP Motorsport schwierig verlaufen, das Team hatte lediglich 32 Punkte gesammelt. In Spa-Francorchamps und Budapest kamen 70 weitere hinzu. Colnaghi mit vier vierten Plätzen in Folge und Taponen mit seiner ersten Poleposition in der Formel 3 unterstrichen die deutliche Rückkehr zur alten Stärke.
Ohne den durch seine Kollision mit Slater verursachten Reifenschaden hätte Taponen um den Sieg kämpfen können. Auch Alessandro Giusti zeigte konkurrenzfähiges Tempo. Mit Monza und Madrid vor der Tür – in Madrid steht zusätzlich ein weiteres Rennen auf dem Programm – hat MP nun eine echte Chance, den Aufschwung fortzusetzen.

PREMA Racing erlebte ein schwieriges Qualifying: James Wharton startete von Platz 15, Louis Sharp von Rang 19 und José Garfias von Platz 22. Im Rennen zeigte sich ein anderes Bild. Wharton wurde im Sprintrennen Achter, während auch Sharp und Garfias Plätze gutmachten.
Im Hauptrennen arbeitete sich Wharton auf Platz neun vor, Sharp auf Rang zehn und Garfias auf Position 13. Auf einer Strecke, auf der Überholen schwierig ist, bestätigte diese Aufholjagd PREMAs Einschätzung, über ein starkes Renntempo zu verfügen. Die ungelöste Schwachstelle bleibt die Qualifying-Leistung – ein Bereich, den das Team vor Monza und Madrid verbessern möchte.

Hiyu Yamakoshis Auftritt im Hauptrennen verdient besondere Anerkennung. Nachdem ein Problem im Qualifying ihn auf Platz 30 zurückgeworfen hatte und er anschließend wegen eines Verstoßes gegen die Parc-fermé-Regeln disqualifiziert worden war, stand er vor einer gewaltigen Aufgabe. Trotz der wenigen echten Rennrunden infolge mehrerer Safety-Car-Phasen kämpfte sich der VAR-Pilot vom letzten Platz auf Rang zehn vor. Dafür gab es nur einen Punkt, doch diese Aufholjagd gehörte zu den beeindruckendsten Leistungen des Budapester Wochenendes.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare
Seien Sie der Erste, der Ihre Gedanken teilt!
Beiträge werden geladen...