Norris wehrt sich gegen Coca-Cola-Verbot im Cooldown-Room

Lando Norris reagierte mit deutlichen Worten, als er nach dem Großen Preis von Spanien am Madring im Cooldown-Room offenbar dazu aufgefordert wurde, seine Coca-Cola-Dose wegzustellen.
Der McLaren-Pilot war von der Pole-Position gestartet und schien auf dem besten Weg zu einem souveränen Sieg in Madrid zu sein. Eine ungünstig getimte Phase des Virtuellen Safety-Cars (VSC) stellte den Rennverlauf jedoch völlig auf den Kopf. Ausgelöst wurde die einzige Rennneutralisation durch Lance Stroll, der seinen Boliden im letzten Sektor mit Bremsproblemen am Streckenrand abstellen musste.
Für Norris erwies sich der Zeitpunkt als fatal: Er war gerade an der Boxeneinfahrt vorbeigefahren, als das VSC aktiviert wurde. Die Neutralisierung endete zudem, noch bevor er die folgende Runde beendet hatte. Kimi Antonelli und Max Verstappen, die hinter ihm lagen, nutzten die Gunst der Stunde für einen Boxenstopp unter VSC-Bedingungen und verloren dadurch deutlich weniger Zeit als unter regulärem Renntempo.

Norris musste seinen regulären Boxenstopp folglich erst später im Rennen einlegen. Die Konsequenzen waren rennentscheidend: Er fiel von Rang eins auf Platz drei zurück und überquerte auch auf dieser Position die Ziellinie. Ein Rennen, das er lange Zeit kontrolliert hatte, endete so in einer strategischen Niederlage durch Umstände, auf die er keinen Einfluss nehmen konnte.
„Ich darf trinken, was ich möchte“
Verständlicherweise frustriert über den verpassten Triumph, trank Norris im Cooldown-Room aus einer Dose Coca-Cola. Die Marke gehört zu den Sponsoren von McLaren, zählt jedoch nicht zum offiziellen Sponsorenkreis der Formel 1 – die Königsklasse unterhält stattdessen eine Partnerschaft mit PepsiCo, dem größten Konkurrenten des Brausekonzerns.
Während Norris trank, wurde er offenbar angewiesen, die Dose verschwinden zu lassen. Auch Antonelli deutete per Geste an, Norris solle zumindest das Markenlogo verdecken. Der amtierende Weltmeister ließ sich diese Maßregelung jedoch nicht gefallen.
„Ich bin gerade ein Rennen gefahren, also darf ich trinken, was ich möchte. Vielen Dank“, konterte Norris in Richtung der Person, die sein Getränk beanstandet hatte.
Die Szene verbreitete sich in den sozialen Netzwerken rasant. Zahlreiche Fans stellten sich hinter Norris und verteidigten sein gutes Recht, sich nach einem kräftezehrenden Rennen die Erfrischung seiner Wahl zu gönnen. Nach einem Grand Prix, der für Norris ohnehin durch ein unglückliches VSC-Zeitfenster geprägt war, setzte er mit dieser offenen Reaktion ein klares Zeichen gegen übertriebene Reglementierungen abseits der Strecke.
