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Toto Wolff ist überzeugt, dass Lewis Hamilton nach seinem bahnbrechenden Sieg beim Großen Preis von Barcelona-Catalunya fest im Rennen um seinen achten Weltmeistertitel ist.
Hamilton sicherte sich am Sonntag seinen ersten Grand-Prix-Sieg für Ferrari und ist damit der erste Fahrer in dieser Saison, der Mercedes in einem Rennen schlagen konnte. Das Ergebnis hat den Titelkampf deutlich verschärft: Nach dem späten Ausfall von Kimi Antonelli ist der Vorsprung des italienischen Teenagers in der Fahrerwertung auf 41 Punkte geschrumpft, während Hamilton nun auf dem zweiten Platz liegt.
Der Sieg von Ferrari basierte auf einer Drei-Stopp-Strategie, während Mercedes bei George Russell und Antonelli auf zwei Stopps setzte. Ein Virtual Safety Car spielte Hamilton entscheidend in die Karten, sodass er seinen letzten Stopp einlegen und als Führender wieder auf die Strecke zurückkehren konnte. Mehr über die rennentscheidende Taktik erfahren Sie in unserer Analyse: Wie Lewis Hamilton seinen berühmten ersten Ferrari-Sieg in drei Schritten sicherte.
Wolff, der bei Mercedes an sechs von Hamiltons sieben Weltmeistertiteln beteiligt war, machte deutlich, dass er lieber nicht in einen Titelkampf mit seinem ehemaligen Schützling verwickelt werden möchte.
„Ich würde lieber nicht mit ihm [Hamilton] um einen Titel kämpfen, weil ich weiß, wozu er fähig ist. Wenn er Blut leckt, dann legt er los“, sagte Wolff nach dem Rennen. „Ich habe es viele Jahre lang gesehen, wie plötzlich der Lewis-Hamilton-Zug ins Rollen kam, und dann ist es sehr schwer, ihn zu stoppen.“
Auf die direkte Frage, ob Hamilton nun als ernsthafter Titelanwärter betrachtet werden sollte, antwortete Wolff unmissverständlich.
„Ja, absolut. Wir sind noch so früh in der Saison, der Rückstand beträgt 41 Punkte. Ein Ausfall kostet dich 25 Punkte, es ist also alles völlig offen“, sagte er.
Diese Warnung enthielt eine klare Botschaft an Mercedes. Wolff betonte, dass Zuverlässigkeit, Umsetzung und kontinuierliche Weiterentwicklung nun unverzichtbar seien, wenn das Team seine Spitzenposition in der Meisterschaft verteidigen wolle.
„Deshalb können wir es uns nicht leisten, nicht ins Ziel zu kommen. Wir müssen einfach weiter Performance am Auto und an der Antriebseinheit finden, keine Fehler machen, bei der Strategie clever agieren und absolut fokussiert bleiben.“
Hamilton stand nun in den letzten drei Grands Prix auf dem Podium – ein krasser Gegensatz zu seiner ersten Ferrari-Saison, in der er in 24 Anläufen kein einziges Mal unter die besten Drei fuhr.
Wolff nannte mehrere Faktoren für diesen Aufschwung: harte Arbeit, ein Auto, das besser zu Hamilton passt als die vorherige Generation, und eine produktive Zusammenarbeit mit dem neuen Renningenieur Carlo Santi. Er deutete auch an, dass Hamilton persönlich glücklicher wirke, und fügte hinzu, dass Stabilität abseits der Rennstrecke wichtig sein könne, wenn die Leistungsabstände so gering sind.
„Wenn sie sich wohlfühlen, dann gewinnt man“, so Wolff.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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