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Yuki Tsunodas Rückkehr in die Formel 1 verlief ohne große Vorbereitung. Nachdem sich Isack Hadjar während der Sommerpause am Handgelenk verletzt hatte, wurde Liam Lawson von Racing Bulls zu Red Bull Racing befördert. Dies ebnete den Weg für Tsunodas Rückkehr zum Juniorteam in Zandvoort.
Der japanische Fahrer berichtete, dass er den Anruf am Dienstag erhielt, während er mit seinem Manager und Freunden in Griechenland Urlaub machte. „Ich war am Strand“, erzählte Tsunoda den Medien im Fahrerlager von Zandvoort. „Plötzlich bekam ich einen Anruf: ‚Okay, du musst nach Großbritannien kommen.‘“
Zunächst fiel es ihm schwer, die Dringlichkeit zu verstehen. „Ich war erst 24 Stunden in Griechenland und ihr wollt schon, dass ich nach Großbritannien fliege?“, erinnerte er sich. Die Erklärung folgte prompt: Er könnte noch in derselben Woche ein Rennen bestreiten. Seine Antwort war unmittelbar: „Okay, dann ist das mein Ziel!“
Diese dramatische Umbesetzung folgt auf Liam Lawsons unerwartete Berufung zu Red Bull, wobei Lawson das Cockpit im Hauptteam übernahm, da Red Bull ihn für erfahrener im Umgang mit den Autos der neuen Generation hielt. Tsunoda hingegen fungierte in diesem Jahr als offizieller Ersatzfahrer für Red Bull, nachdem er nach der Saison 2026 sein Stammcockpit verloren hatte.
Tsunodas Einsatz markiert sein erstes F1-Rennen seit dem Großen Preis von Abu Dhabi 2025. Er hat jedoch in diesem Jahr Testfahrten in früheren Red-Bull-Autos absolviert und sein intensives Simulator- und Fitnesstraining fortgesetzt.
„Körperlich und mental fühle ich mich fit genug“, sagte er und verwies auf sein fast tägliches Training sowie vier TPC-Einsätze, bei denen er insgesamt fünf Renndistanzen zurücklegte. Diese Vorbereitung gibt ihm das Vertrauen, trotz der kurzfristigen Ankündigung konkurrenzfähig zu sein.
Die größere Herausforderung wird die Umstellung auf das Auto von Racing Bulls sein. Tsunoda hat in dieser Saison hauptsächlich mit Red Bull gearbeitet und saß erst am Mittwoch zum ersten Mal im Simulator von Racing Bulls. Da nur ein freies Training zur Verfügung steht, hält er seine Erwartungen bewusst niedrig.
„Ich muss mich einfach nur an dieses Auto gewöhnen“, erklärte Tsunoda. Er erwartet Unterschiede im Fahrverhalten und bei den Betriebsabläufen, auch wenn die Schalter am Lenkrad vertraut genug sind, um den Übergang nicht zu überwältigend zu gestalten.
„Im Moment genieße ich es einfach und habe Spaß, was ich schon lange wollte“, sagte er. Ob Zandvoort ein einmaliges Comeback bleibt oder der Beginn eines längeren Einsatzes ist, bleibt unklar, da es noch keinen öffentlichen Zeitplan für Hadjars Genesung gibt.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.