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Alan Permane hat Spekulationen, wonach Nikola Tsolov bereits für einen Stammplatz bei Racing Bulls im Jahr 2027 vorgesehen sei, entschieden zurückgewiesen. Er betonte, dass dieses Thema intern im Team nicht einmal zur Sprache gekommen sei.
Die Gerüchte kamen kurz vor dem Wochenende des Großen Preises von Österreich auf und rückten Racing Bulls in ein unerwünschtes Rampenlicht, gerade als das Team anfing, nennenswerte Fortschritte zu erzielen. Trotz schwankender Leistungen konnten Liam Lawson und Rookie Arvid Lindblad in Monaco sowie in Barcelona-Catalunya Punkte sammeln, wodurch das Team nun bei insgesamt 41 Punkten steht.

Tsolov, der aktuell Platz 2 in der Formel-2-Gesamtwertung belegt, hat zwangsläufig Aufmerksamkeit auf sich gezogen, insbesondere als Mitglied des Red Bull Junior Teams seit Ende 2024. Auch seine Form in Spielberg rückte ihn in den Fokus, wie in unserem Bericht über Noel Leóns erste F2-Pole im Qualifying von Spielberg nachzulesen ist, bei dem Tsolov ebenfalls zu den Spitzenkandidaten zählte.
Doch Permane fand klare Worte, als er nach dem Freitagstraining auf dem Red Bull Ring auf die Behauptungen angesprochen wurde.
„Wir haben intern überhaupt nicht darüber gesprochen. Natürlich ist er Teil unseres Nachwuchsförderprogramms und er leistet in der F2 fantastische Arbeit.“
Er betonte, dass die Saison noch viel zu jung für solche Schlussfolgerungen sei, und fügte hinzu: „Dies ist das achte Rennen, wir befinden uns also gerade erst im zweiten Drittel der Saison. Es ist also noch sehr, sehr früh und wir haben keinerlei Gespräche geführt. Ich weiß nicht, woher das kommt, aber sicher nicht von uns.“

Obwohl Tsolov noch nicht in einem F1-Training zum Einsatz kam, nutzte Racing Bulls die obligatorische Rookie-Regelung in Österreich, um Ayumu Iwasa im ersten freien Training (FP1) im Auto von Lawson fahren zu lassen. Dieser Schritt war bereits vor dem Wochenende angekündigt worden, wie in unserer Vorschau Liam Lawson setzt beim FP1 in Österreich aus: Ayumu Iwasa fährt berichtet.
Iwasa beendete die erste Session auf Platz 15, während Lawson und Lindblad im FP2 die Plätze 9 und 12 belegten. Permane bezeichnete den Tag als produktiv und merkte an, dass Iwasa dem Team bei der Aerodynamik-Arbeit geholfen habe, die später am Tag auf beide Autos übertragen wurde.

Permane erklärte, dass beide Stammpiloten mit der anfänglichen Balance des Autos zufrieden waren, wenngleich das Bremsverhalten ein Bereich sei, der über Nacht noch verbessert werden müsse. Entscheidend sei, dass Racing Bulls stärker wirkte als am vorangegangenen Wochenende, insbesondere auf eine einzelne Runde, während auch die Performance bei den Longruns im Vergleich zu Barcelona verbessert werden konnte.
Für ein Team, das versucht, die jüngsten Punkteplatzierungen zu festigen, ist das unmittelbarer wichtiger als jedes Gerücht für 2027. Permanes Botschaft war eindeutig: Tsolov wird geschätzt, aber der Fokus von Racing Bulls liegt derzeit fest darauf, in Österreich mehr aus der aktuellen Fahrerpaarung herauszuholen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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