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Die Formel E hat eine umfassende Überarbeitung des sportlichen Reglements für die ABB FIA Formel E-Weltmeisterschaft 2026/27 bestätigt. Damit wird eine neue Struktur für die Rennwochenenden eingeführt, die speziell auf das kommende GEN4-Auto zugeschnitten ist.
Diese Änderungen stellen eine der bedeutendsten Anpassungen des Formats in der Geschichte der Meisterschaft dar, insbesondere für Veranstaltungen mit zwei Rennen (Double-Header). Ab der nächsten Saison werden diese Wochenenden zwischen dem traditionellen E-Prix und einem neuen Sprint-Wettbewerb namens E-Prix Unleashed aufgeteilt – ein Format, das darauf ausgelegt ist, die maximale Leistung der GEN4-Boliden der Formel E zur Geltung zu bringen.
Im Rahmen der überarbeiteten Struktur bleibt der klassische E-Prix ein 45-minütiges Rennen, bei dem strategische Tiefe im Mittelpunkt steht. Er wird eine aerodynamische Konfiguration mit geringem Abtrieb, einen verlängerten 8-minütigen ATTACK MODE und einen obligatorischen PIT BOOST nutzen. Damit bleiben Energiemanagement, Rennintelligenz und taktische Umsetzung zentrale Bestandteile der Identität der Meisterschaft.

Im Gegensatz dazu wird der E-Prix Unleashed ein 30-minütiger Sprint mit einem Aerodynamik-Paket für hohen Abtrieb, einem kürzeren 6-minütigen ATTACK MODE und ohne PIT BOOST sein. Die Absicht ist klar: strategische Unterbrechungen reduzieren und dem GEN4-Auto ermöglichen, näher an seinem vollen Leistungspotenzial zu operieren.
Dieser Schritt folgt auf die umfassende Einführung des GEN4-Autos durch die Formel E, wobei die Meisterschaft auch einen erweiterten Kalenderrahmen bestätigt hat. Mehr zu dieser umfassenderen Terminplanung erfahren Sie in unserem Bericht über den Formel E-Rekordkalender 2026/27 mit neuen F1-Strecken.
Die regulatorische Änderung ist eng mit der Ankunft des GEN4-Autos verknüpft, das von der Meisterschaft als ihr bisher leistungsstärkstes, fortschrittlichstes und nachhaltigstes Fahrzeug beschrieben wird. Das Auto wird 600 kW leisten, was mehr als 815 PS entspricht, und über aktiven Allradantrieb, ein aktives Differenzial, zwei aerodynamische Konfigurationen sowie regeneratives Bremsen der nächsten Generation verfügen.

Die Formel E gibt an, dass das Paket für engere Rennen, größeres Überholpotenzial und höhere Anforderungen an das fahrerische Können entwickelt wurde. Auch die Nachhaltigkeit bleibt zentral: Jede GEN4-Komponente besteht aus recycelbaren oder wiederverwendbaren Materialien, unter Verwendung ethisch beschaffter Elemente und einer Philosophie des zirkulären Designs.
Ein erneuertes Herstellerfeld wird die neue Ära begleiten: Opel schließt sich Jaguar, Nissan, Citroën, Lola Cars, Mahindra und Porsche an. Alle werden die GEN4-Plattform nutzen, um die Entwicklung von Hochleistungs-Elektrofahrzeugen voranzutreiben.

Alberto Longo, Mitbegründer und Chief Championship Officer der Formel E, bezeichnete die kommende Saison als den bisher größten und ambitioniertesten Kalender der Meisterschaft und hob 21 Rennen in 13 Städten und Austragungsorten hervor, darunter COTA, Zandvoort und Brands Hatch.
„Die Strecken sind schneller, der Wettbewerb ist härter, und wir können es kaum erwarten, diese historische Saison zu beginnen“, sagte Longo.
Marek Nawarecki, Direktor der FIA Circuit Sport Department, erklärte, dass die sportlichen Regeln in Partnerschaft mit der Formel E und den Wettbewerbern angepasst wurden, um die Leistung des GEN4 hervorzuheben.
„Wir haben diese Regeln angepasst, um der unglaublichen Leistung des GEN4 gerecht zu werden und sie zu unterstreichen, und wir glauben, dass das Ergebnis genau das erreichen wird“, sagte er.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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