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Die Formel E hat den Kalender für ihre 13. Saison bestätigt und einen rekordverdächtigen Zeitplan für 2026/27 enthüllt. Damit startet die Meisterschaft in die brandneue Gen4-Ära, die 21 Rennen an 13 verschiedenen Austragungsorten umfasst.
Die Saison markiert den umfangreichsten Kalender in der Geschichte der Formel E und unterstreicht einen deutlichen Strategiewechsel bei der Wahl der Austragungsorte. Die Meisterschaft nimmt vermehrt Strecken auf, die bereits aus der Formel 1 bekannt sind, da die neuen Gen4-Autos aufgrund ihrer gesteigerten Leistung und Größe nach entsprechenden Kursen verlangen.
Der Saisonauftakt ist für den 18. und 19. Dezember in Saudi-Arabien auf dem Jeddah Corniche Circuit geplant, gefolgt von einer kurzen Weihnachtspause. Das Autódromo Hermanos Rodríguez in Mexiko-Stadt wird die Saison 2027 fortsetzen, wobei Mexiko-Stadt zum Saisonauftakt werden würde, sollte die Durchführung in Dschidda als unsicher eingestuft werden.

Die erste große Erweiterung des Kalenders folgt Anfang Februar, wenn der Circuit of the Americas zum ersten Mal die Formel E empfängt. Danach kehrt die Serie am 20. Februar zum Miami International Autodrome zurück, bevor es nach São Paulo, Hainan, Berlin und Monaco geht.
Brands Hatch wird mit einem Double-Header am 29. und 30. Mai der neue Austragungsort der Formel E in Großbritannien, während Zandvoort am 18. und 19. Juni ebenfalls in den Kalender aufgenommen wird. Madrid, Shanghai und ein nächtliches Saisonfinale in Tokio vervollständigen den Zeitplan.
Die jüngste Dynamik der Formel E war bereits bei Rennen wie dem dramatischen Sanya E-Prix zu beobachten, und der erweiterte Gen4-Kalender deutet auf eine noch ambitioniertere Phase für die Meisterschaft hin.

Acht Austragungsorte werden Double-Header ausrichten: Dschidda, Berlin, Monaco, Brands Hatch, Zandvoort, Madrid, Shanghai und Tokio. Sieben der 13 Veranstaltungsorte stehen auch im F1-Kalender 2026, was den anhaltenden Trend der Formel E hin zu größeren und schnelleren Strecken widerspiegelt.
Auch das sportliche Format wurde für die Gen4-Ära angepasst. Veranstaltungen mit nur einem Rennen behalten zwei Trainingseinheiten, ein Qualifying und einen 45-minütigen E-Prix bei, doch alle Standardrennen werden nun „Pit Boost“, einen „Attack Mode“ und die Konfiguration mit geringem Abtrieb beinhalten.
An Double-Header-Wochenenden wird es keine zwei konventionellen E-Prix mehr geben. Stattdessen findet am ersten Tag ein „E-Prix Unleashed“ statt: ein 30-minütiges Rennen mit hohem Abtrieb, ohne „Pit Boost“ und mit nur einem „Attack Mode“. Am zweiten Tag folgt dann der traditionelle 45-minütige E-Prix mit „Pit Boost“ und geringem Abtrieb.
In beiden Rennen werden volle Punkte vergeben. Jeder Renntag umfasst eine Trainingseinheit und ein Qualifying; an Double-Header-Wochenenden entfällt das dritte freie Training.

Auch die Punktevergabe im Qualifying wurde geändert. Die Pole-Position bringt nicht mehr pauschal drei Punkte. Stattdessen erhält jeder Fahrer, der die Duelle erreicht, einen Punkt, und für jeden gewonnenen Zweikampf gibt es einen weiteren Zähler. Der Pole-Setter kann somit insgesamt vier Punkte erzielen.
Die Teams können im Training frei über ihr Abtriebsniveau entscheiden, während für das Qualifying die Konfiguration mit hohem Abtrieb vorgesehen ist. Über das genaue Vorgehen für die Qualifying-Sessions bei Double-Header-E-Prix wird derzeit noch diskutiert.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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