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Nach einer äußerst schwierigen Saison 2025 ist Alpine wieder im Kampf um den Titel als „Best of the Rest“ der Formel 1 angekommen. Doch Franco Colapinto betont, dass die Führung des Mittelfelds für das Team aus Enstone nicht ausreicht. Alpine will den Rückstand auf Ferrari, Red Bull, Mercedes und McLaren verringern.
Der argentinische Fahrer ist überzeugt, dass Flavio Briatores fordernder Führungsstil dabei eine zentrale Rolle spielt. Der geschäftliche Berater kann sowohl bei seinen Entscheidungen als auch in seiner Kommunikation kompromisslos sein. Colapinto zufolge braucht Alpine genau diesen Druck, wenn das Team die etablierten Spitzenmannschaften herausfordern will.
„Ich glaube an seinen Prozess“, sagte Colapinto. „Man muss ihn verstehen. Aber ich denke, dass man jemanden wie Flavio braucht, um in der Formel 1 erfolgreich zu sein und das Ziel zu erreichen, das jedes Mittelfeldteam verfolgt: Ferrari, Red Bull, Mercedes und McLaren einzuholen.“
Colapinto verwies auf den Großen Preis von Kanada als deutlichstes Beispiel für Briatores Ansatz. Alpine holte in Montreal mit den Plätzen sechs und acht doppelte Punkte. Für die meisten Mittelfeldteams wäre das ein herausragendes Ergebnis gewesen. Briatore war jedoch nicht zufrieden.
Laut Colapinto störte sich Briatore besonders daran, dass Alpine im Vergleich zu Miami gegenüber Ferrari mehr Zeit verlor. Außerdem stellte er fest, dass Racing Bulls näher an Alpine herangerückt war.
„Alle waren wegen der Punkte wirklich glücklich, aber er sagte: Nein, nein, ich will mehr. Mir gefällt nicht, wo wir stehen, und auch Racing Bulls ist uns zu nah gekommen“, erklärte Colapinto den Medien. „Ich will Antworten und ich will, dass wir uns noch stärker verbessern.“
Diese Weigerung, ein gutes Ergebnis als ausreichend zu akzeptieren, macht Briatore laut Colapinto so wertvoll. Er beschrieb den Italiener als „Wettkampftier“, das in die Formel 1 zurückgekehrt sei, um zu gewinnen – und nicht nur, um Alpine im Mittelfeld konkurrenzfähig zu machen.
Colapinto erklärte, Alpine habe in der ersten Saisonhälfte große Fortschritte gemacht. Dennoch sei das Team unzufrieden, nachdem Racing Bulls in den vergangenen Wochen vor der Sommerpause sowohl beim reinen Tempo als auch in der Tabelle an Alpine vorbeigezogen sei. Die geplante Entwicklungsoffensive des Teams gilt deshalb als entscheidend für den Kampf im Mittelfeld, wie auch in diesem Bericht über Alpines wichtige Zandvoort-Upgrades beschrieben wird.
Auch die bevorstehende Titelsponsoring-Partnerschaft mit Gucci zeigt, wohin Alpine will. Colapinto wertet die Zusammenarbeit als Vertrauensbeweis für das Projekt. Er glaubt, dass der zusätzliche finanzielle Spielraum dem Team beim nächsten Schritt helfen und zugleich die allgemeine finanzielle Belastung im Zusammenhang mit der Konzernmutter Renault verringern könnte.
„Im Moment passieren viele gute Dinge“, sagte er. „Ich denke, das zeigt, dass die Richtung, die wir jetzt eingeschlagen haben, die richtige ist.“
Quelle: Motorsport.com

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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