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Fernando Alonso glaubt, dass das umfangreiche Upgrade-Paket von Aston Martin das Qualifying-Erlebnis des Teams beim Großen Preis von Ungarn grundlegend verändert hat. Zum ersten Mal seit Längerem bot sich ihm eine echte Chance auf eine bessere Startposition.
Nachdem er bei den vergangenen Veranstaltungen regelmäßig am Ende des Feldes festhing, schaffte Alonso 2026 erstmals den Sprung in Q2 und sicherte sich Startplatz 16. Für Aston Martin war das ein erstes Anzeichen dafür, dass sich die Entscheidung, ein großes Entwicklungspaket zurückzuhalten, allmählich in einer besseren Wettbewerbsfähigkeit auszahlt.
Das auf dem Hungaroring eingeführte Paket umfasste 16 Neuerungen. Überarbeitet wurden unter anderem der Frontflügel, der Unterboden, der Diffusor und die Hinterradaufhängung. Honda soll außerdem beim Großen Preis der Niederlande weitere Motoren-Upgrades bringen. Der Umfang der Änderungen unterstreicht, dass sich das Team bewusst für einen großen Schritt entschieden hat, statt über mehrere Rennwochenenden hinweg kleinere Anpassungen einzuführen.
Die größere Bedeutung des Pakets wurde bereits in Aston Martins AMR26-Upgrade in Ungarn: Start einer langen Erholung untersucht. Alonsos erste Reaktion im Qualifying lieferte jedoch den bisher deutlichsten Beleg auf der Strecke dafür, dass sich das Auto weiterentwickelt hat.
Alonso erklärte, dass ihm das überarbeitete Auto mehr Einfluss auf das Ergebnis gab – vorausgesetzt, er lieferte die nötige Runde und fand die passende Abstimmung.
„Es war ein anderes Wochenende, ein anderes Qualifying“, sagte Alonso. „Wir hatten das Gefühl, dass wir etwas mehr kämpfen und das Endergebnis im Qualifying beeinflussen konnten, wenn wir eine perfekte Runde oder eine perfekte Abstimmung hinbekamen.“
Der Spanier bezeichnete die Rückkehr dieses Wettbewerbsdrucks als wichtige Veränderung nach mehreren schwierigen Wochenenden.
„Dieses Adrenalin, wenn man das Visier schließt und in die Runde geht, hat uns bei den letzten Veranstaltungen gefehlt – wir standen in der letzten Startreihe, ganz egal, was wir am Auto gemacht haben“, fügte er hinzu. „Es war schön, dieses Gefühl wieder zu spüren, und hoffentlich kommt in den nächsten Rennen noch mehr davon.“
Alonso hat Aston Martin bereits den ersten Punkt der Saison beschert, nachdem er in Monaco nachträglich auf Platz zehn vorgerückt war. Der Große Preis von Ungarn war jedoch der erste echte Test für das überarbeitete Paket über eine längere Distanz.
Bei den Chancen auf weitere Punkte blieb Alonso vorsichtig und sagte, sie seien weiterhin „ein wenig außer Reichweite“. Auch die Zuverlässigkeit und andere Eigenschaften des Autos würden noch einer aussagekräftigeren Prüfung unterzogen, da Aston Martin nun deutlich mehr als die zuvor absolvierten sechs oder sieben Runden mit dem Upgrade zurücklegen musste.
Gemessen an Alonsos eigenen Maßstäben ist Q2 vorerst ein bescheidenes Ergebnis. In Aston Martins schwieriger Saison ist es jedoch ein wichtiges Zeichen dafür, dass die Entwicklungsrichtung des Teams möglicherweise endlich ein Auto hervorbringt, mit dem der zweifache Weltmeister aktiv arbeiten kann. Zuvor hatte Verstappen Verständnis für Alonsos Dilemma bei Aston Martin gezeigt.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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