GP Spanien FP3: Antonelli vorn, Hamilton crasht am Madring

Kimi Antonelli hat sich im abschließenden freien Training zum Großen Preis von Spanien die Bestzeit gesichert. Auf dem neuen Madring-Kurs in Madrid verwies er Charles Leclerc um knapp zwei Zehntelsekunden auf den zweiten Rang.
Oscar Piastri belegte Rang drei vor Lando Norris und Max Verstappen nach einer verlängerten Session, die von roten Flaggen und einer ungewöhnlichen Rennunterbrechung geprägt war. Dieses Ergebnis unterstreicht die starke Frühform von Mercedes an diesem Wochenende, nachdem Antonelli bereits am Freitag die Zeitenliste angeführt hatte – ein Trend, den wir bereits in unserer ausführlichen Freitagsanalyse zum Großen Preis von Spanien 2026 beleuchtet haben.
Die Session musste zweimal unterbrochen werden. Lewis Hamilton sorgte für die erste rote Flagge, als er seinen Ferrari nach knapp 25 Minuten auf der Außenseite der letzten Kurve in die Streckenbegrenzung setzte. Da der Frontflügel seines SF-26 unter dem Auto eingeklemmt war, versuchte Hamilton zunächst dennoch, an die Box zurückzukehren – ungeachtet mehrfacher Funkanweisungen der Ferrari-Box, den Wagen sofort abzustellen.
Schließlich leistete er Folge, doch die Entscheidung, mit einem stark beschädigten Boliden weiterzufahren, könnte die Rennkommissare auf den Plan rufen. Eine sportliche Bestrafung, möglicherweise in Form einer Startplatzstrafe, bleibt denkbar, auch wenn Hamilton bis zum Ende des Trainings noch nicht offiziell für eine Untersuchung notiert war. Durch den Unfall verpasste der Rekordweltmeister zudem seine späte Qualifying-Simulation; zudem besteht der Verdacht auf Unterbodenschäden.

Rote Flaggen prägen das FP3-Finale
Die Anfangsphase verlief noch verhalten: Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg verließen als erste Fahrer die Boxengasse und setzten auf Medium-Reifen Rundenzeiten von 1:35,7 Minuten. Arvid Lindblads Start verzögerte sich, da Racing Bulls nach dessen Unfall im FP2 das Chassis wechseln musste – dem Team gelang der Umbau über Nacht, ohne die Sperrstunde zu verletzen.
Auch Alex Albon musste sein Training vorzeitig beenden, nachdem er im Schlusssektor leicht die Streckenbegrenzung touchiert hatte. Williams bestätigte kurz darauf Schäden an Hinterachse und Radaufhängung. Carlos Sainz kam in Kurve 7 mit dem Schrecken davon: Nach einem heftigen Verbremser verhinderte er nur knapp einen Einschlag in die Mauer.
Leclerc setzte zwischenzeitlich mit einer Runde von 1:33,332 Minuten die bis dahin schnellste Zeit des Wochenendes, ehe er mit einer 1:32,963 sogar die 1:33er-Marke unterbot. Um den Zeitverlust für die Teams in Grenzen zu halten, unterbrach die FIA die Session 15 Minuten vor dem regulären Ende. Das Training wurde daraufhin über die geplante Zeit hinaus verlängert, wodurch Fahrer wie Verstappen und Lindblad noch wertvolle Runden drehen konnten.
Am Ende übernahm Antonelli das Kommando, während die Zeiten auf der abtrocknenden Strecke kontinuierlich fielen. Weniger als eine Minute vor Schluss schlug Ollie Bearman in Kurve 11 heftig in die Mauer ein. Der Einschlag zerstörte seinen Haas komplett, beendete das FP3 vorzeitig und stellte seine Teilnahme am anschließenden Qualifying ernsthaft infrage.
