Nachrichten
Antonelli könnte in Austin auf dem F1-Podium alkoholfrei feiern
Kimi Antonelli könnte in Austin den WM-Titel holen. Wegen des US-Mindestalters von 21 Jahren wäre Champagner für ihn jedoch tabu.

Kimi Antonelli könnte beim Großen Preis der USA Formel-1-Weltmeister werden. Eine Podiumsfeier in Austin müsste jedoch ohne den traditionellen Champagner auskommen: Mit 20 Jahren liegt der Mercedes-Pilot unter dem gesetzlichen Mindestalter für Alkoholkonsum in den USA, das bei 21 Jahren liegt.
Antonelli reist mit 102 Punkten Vorsprung auf seinen Teamkollegen George Russell zum Circuit of The Americas. An diesem Wochenende kann er sich seinen ersten Fahrertitel sichern. Selbst wenn es mit der Meisterschaft noch nicht klappt, müsste er bei einem Podiumsplatz auf ein alkoholfreies Getränk zurückgreifen.
Die Formel 1 hat für Antonelli bereits eine Lösung
Welches Getränk in Austin ausgeschenkt wird, ist noch nicht bestätigt. Prickelndes Rosenwasser könnte eine Alternative zum Champagner sein, der bei Podiumsfeiern üblicherweise zum Einsatz kommt. Die Formel 1 hat Vorkehrungen für Fahrer getroffen, die aus rechtlichen Gründen keinen Alkohol trinken dürfen.
Vor derselben Einschränkung stand Antonelli im Mai nach seinem Sieg beim Großen Preis von Miami – damals war er 19. Er feierte mit einer nicht gekennzeichneten Flasche eines alkoholfreien Getränks und konnte so beim traditionellen Bespritzen auf dem Podium mitmachen. Sein Titelkampf sorgt schon länger für Aufmerksamkeit: Kimi Räikkönen traut ihm zu, der jüngste F1-Weltmeister zu werden.
Auch andernorts wartet in dieser Saison eine ähnliche Herausforderung auf ihn. In Japan liegt das Mindestalter für Alkoholkonsum bei 20 Jahren. Als Antonelli dort 19 war, durfte er also ebenfalls keinen Alkohol trinken.
Die Altersgrenze gilt auch bei weiteren Rennen
Dieselbe US-Regel gilt beim Großen Preis von Las Vegas und – falls Antonelli dann noch 20 ist – auch beim Rennen in Miami 2027. Der ungewöhnliche Umstand bei der Podiumsfeier geht also nicht auf eine Sonderregel der Formel 1 zurück, sondern auf das örtliche Mindestalter für Alkoholkonsum.
Auch andere junge Fahrer können von ähnlichen Einschränkungen betroffen sein. Arvid Lindblad von Racing Bulls ist ebenfalls 19, stand in der Formel 1 bislang aber noch nicht auf dem Podium.
Bei den Grands Prix von Bahrain, Saudi-Arabien, Katar und Abu Dhabi wird bei Podiumsfeiern ohnehin Rosenwasser statt Alkohol verwendet. Diese Regelungen berücksichtigen die örtlichen kulturellen und religiösen Gepflogenheiten und gelten für alle Fahrer – auch für etablierte Weltmeister wie Max Verstappen und Lewis Hamilton.
Austin könnte einem besonderen Moment also eine ungewöhnliche Note verleihen: Sollte Antonelli den Titel holen oder aufs Podium fahren, kann er mit einer alkoholfreien Alternative mitfeiern. Weitere Informationen zum Rennwochenende gibt es in unserer Reifenvorschau für den Großen Preis der USA.
