Aston Martin Valkyrie mischt die WEC-Spitze auf

Aston Martin verwandelt seinen vom Serienfahrzeug abgeleiteten Valkyrie rasant in eine feste GröĂe an der Spitze der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft. Als der Bolide in der vergangenen Saison beim 1812-km-Rennen von Katar debĂŒtierte, lag er im Qualifying ĂŒber drei Sekunden zurĂŒck und holte in den ersten sechs SaisonlĂ€ufen keinen einzigen ZĂ€hler. 2026 wendete sich das Blatt: Mittlerweile hat sich der britische Herausforderer zu einem regelmĂ€Ăigen Podestkandidaten gemausert.
Von Kinderkrankheiten zum Spitzentempo
Der Valkyrie nimmt in der FIA WEC eine Sonderstellung ein: Er ist das einzige Spitzenklasse-Fahrzeug im Feld, das direkt auf einem straĂenzugelassenen Hypersportwagen basiert. Diese mutige Konstruktion brachte anfangs erhebliche HĂŒrden mit sich; Harry Tincknell und Tom Gamble erreichten 2025 als bestes Rennergebnis lediglich einen 13. Rang. Alex Riberas und Marco SĂžrensen schufen jedoch eine konkurrenzfĂ€hige Ausgangsbasis, als sie in den letzten beiden SaisonlĂ€ufen jeweils in die Top 7 fuhren.

In der Saison 2026 lĂ€uft das Programm nun auf Hochtouren. Tincknell und Gamble blicken derzeit auf eine beachtliche Serie von fĂŒnf Punkteplatzierungen in Folge zurĂŒck: Platz neun in Imola, Rang vier in Spa-Francorchamps, Platz acht bei den 24 Stunden von Le Mans sowie ein sechster Rang in SĂŁo Paulo, wo das Aston Martin THOR Team erstmals beide Fahrzeuge in den Top 10 platzieren konnte.
Ihren bisherigen Höhepunkt erreichte die Formkurve auf dem Circuit of The Americas: Dort fĂŒhrte der Bolide zwei Freie Trainings an, sicherte sich in der Hyperpole einen Startplatz in der zweiten Reihe und beendete das Rennen auf Rang vier.
âDieses Ergebnis beweist einmal mehr, welche enormen Fortschritte wir beim VerstĂ€ndnis des Valkyrie machenâ, erklĂ€rte Adam Carter, Leiter des Langstreckenprogramms bei Aston Martin. âDas Team hat eine fehlerfreie Leistung gezeigt, das Podium lag in greifbarer NĂ€he.â
Carter betonte zugleich die steile Lernkurve im Vergleich zur Konkurrenz, die ĂŒber deutlich mehr Erfahrungswerte und Daten verfĂŒgt. Aston Martin wolle 2026 konsequent weiter attackieren und parallel gezielte Updates fĂŒr die Saison 2027 evaluieren.

Texas-Triumph: Doppel-Podium in der LMGT3
Teamchef Ian James lobte den rasanten Aufstieg des Hypercars: âNur wenige Sekunden hinter dem Podest ins Ziel zu kommen, war eine fantastische Leistung. Das verdeutlicht, wie stark sich dieses Auto und die gesamte Mannschaft in gerade einmal 18 Monaten entwickelt haben.â
In Austin griff James zudem selbst ins Lenkrad: Gemeinsam mit Mattia Drudi und Zacharie Robichon steuerte er den Vantage AMR mit der Startnummer 27 fĂŒr das Heart of Racing Team zum Sieg in der LMGT3-Klasse. Das Schwesterauto mit der Startnummer 23 â pilotiert von Gray Newell, Eduardo Barrichello und Jonny Adam â verwandelte die Pole-Position in Rang drei. Damit feierte Aston Martin das erste Doppel-Podium in dieser Kategorie.
Vor den letzten drei SaisonlĂ€ufen kĂ€mpft Aston Martin nun mit Alpine um den fĂŒnften Platz in der Herstellerwertung, wĂ€hrend Tincknell und Gamble den Sprung unter die besten Zehn der Fahrer-WM anvisieren.
