Aktiver F1-Fahrer bei den 24 Stunden von Le Mans 2027? Die Tür steht offen

Fresh von der Veröffentlichung des F1-Kalenders 2027 kommt die verlockende Aussicht auf einen Start von Spitzenkönnern der Königsklasse bei den 24 Stunden von Le Mans einen großen Schritt voran. Da das legendäre Langstrecken-Klassiker nicht mehr mit F1-Pflichten kollidiert, ist die Tür für ein mögliches Cross-over im nächsten Jahr weit aufgestoßen.
Ein klares Zeitfenster im Kalender
Das französische 24-Stunden-Rennen ist fest für den 12. bis 13. Juni 2027 terminiert – ein Wochenende, das sauber in eine Lücke im frisch enthüllten F1-Kalender fällt. Der Große Preis von Monaco läuft am Sonntag, dem 6. Juni, bevor der wiederkehrende Große Preis von Portugal in Portimão für den 20. Juni eingeplant ist.
Das lässt das dazwischenliegende Wochenende frei und vermeidet die direkte Kollision aus dem Jahr 2026 – das erste Mal seit 2016, dass Le Mans und ein F1-Rennen überlappten. Diese terminliche Erleichterung entfacht sofort die Spekulationen darüber neu, ob ein aktiver Fahrer in die Fußstapfen derer treten kann, die die beiden Disziplinen zuvor kombiniert haben.

Die üblichen Verdächtigen im Anflug
Fernando Alonso, Max Verstappen und Lando Norris kommen einem sofort in den Sinn, wenn es um Namen geht, die 2027 den Circuit de la Sarthe zieren könnten. Alonso ist der einzige des Trios mit Le-Mans-Pedigree – er gewann 2018 und 2019 für Toyota, wobei ersterer Sieg zu einer Zeit gelang, als er noch aktiver McLaren-Grand-Prix-Fahrer war. Damit ist er der letzte Fahrer, der während eines gleichzeitigen F1-Programms an der Sarthe antrat.
Norris hingegen hat sich bereits in der neuen Disziplin versucht und kürzlich McLarens neuen Hypercar in Portimão getestet, während das Team den Einstieg in die Klasse für das nächste Jahr vorbereitet. Verstappen hat zudem seit langem seinen Ambitionen Ausdruck verliehen, einmal in Le Mans zu starten.
McLaren bestätigte unlängst eine mehrjährige SharkNinja-Partnerschaft, die auch den Hypercar- und WEC-Einstieg ab 2027 abdeckt. Mit Qualifying und Training über die Woche vor dem Rennen verteilt, gäbe es keine Kollision mit F1-Pflichten – allerdings müsste der Rookie-Orientierungstest für Neueinsteiger noch absolviert werden.

Nicht die einzige vermiedene Kollision
Le Mans war nicht das einzige Event, das 2026 mit der F1 überlappte. Der Große Preis von Kanada lief parallel zum atemberaubenden Fotofinish der Indianapolis 500 und nahm dem Sport damit einen sauberen Versuch auf den berühmten „Triple Crown“ des Motorsports.
Für 2027 wurde jedoch auch dieser Terminkonflikt gelöst. Der Kanada-Trip endet am Sonntag, dem 23. Mai, während die Indy 500 am 30. Mai stattfinden. Das fließt nahtlos in Monaco am 6. Juni und von dort weiter in Le Mans.
Dennoch bleibt ein kompletter Triple-Crown-Sweep unmöglich: Die intensiven Trainings- und Qualifyingsitzungen für die Indy 500 kollidieren direkt mit dem Kanada-Wochenende der F1, sodass kein einzelner Fahrer alle drei Rennen in derselben Saison in Angriff nehmen könnte.
