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Alpines Executive-Berater Flavio Briatore zufolge hat die Renault Group ein Angebot für den begehrten 24-Prozent-Anteil am Formel-1-Team erhalten. Seiner Aussage nach bewertet der Vorschlag das in Enstone beheimatete Team mit 3,2 Milliarden US-Dollar.
Der Anteil gehört Otro Capital und steht bereits seit einiger Zeit zum Verkauf. Zuvor wurde berichtet, dass Mercedes über eine von Toto Wolff angeführte Gruppe Interesse gezeigt habe. Auch der frühere Red-Bull-Teamchef Christian Horner wurde mit der Möglichkeit in Verbindung gebracht, ein Angebot anzuführen – vor dem Hintergrund von Spekulationen über seine mögliche Rückkehr in die Formel 1.
Öffentlich ist bislang kein Käufer bekannt. Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der Alpine vor einer wichtigen Veränderung seiner kommerziellen Identität steht: Künftig soll eine Titelsponsoring-Vereinbarung mit der Modemarke Gucci in Kraft treten.
Briatores jüngste Aussagen folgten auf seinen Auftritt bei The Race Business, in dem er eine Forbes-Bewertung von 2,45 Milliarden US-Dollar für Alpine zurückwies.
„Nein, nein, wir sind mehr“, sagte Briatore.
Anschließend erläuterte er die Bewertung, die mit dem gemeldeten Angebot für Otros Beteiligung verbunden ist: „Wir haben ein Angebot, wir haben ein [Angebot] für die 24 Prozent von Otro, die Bewertung [liegt bei] 3,2 [Milliarden].“
Briatore setzte Alpines Bewertung außerdem in Beziehung zu jener des Mutterkonzerns Renault. Renault sei mit 8,3 Milliarden US-Dollar bewertet, während die Gespräche für das Team auf einer Bewertung von 3,5 Milliarden US-Dollar basierten. Alpine entspreche damit 40 oder 50 Prozent dieses Werts, erklärte er.
Die Aussagen verdeutlichen die hohen finanziellen Erwartungen, die mit der Minderheitsbeteiligung verbunden sind. Zugleich wird klar, warum die Identität und die Rolle eines künftigen Partners für die Renault Group wichtig bleiben – selbst wenn Briatore darauf besteht, dass die Eigentümerfrage den unmittelbaren Betrieb des Teams nicht beeinflusst.
Briatore zufolge sollte der ideale Partner mehr als nur Kapital bereitstellen und möglicherweise Technologie oder zusätzliche finanzielle Unterstützung beisteuern. Gleichzeitig bezweifelte er, dass ein Käufer rund 600 Millionen US-Dollar für eine Minderheitsbeteiligung investieren würde, ohne eine Vereinbarung mit Renault als Mehrheitseigentümer.
„Ich sehe niemanden, der 600 Millionen ausgibt, um eine Minderheit zu kaufen und als Partner einzusteigen, wenn man sich nicht mit dem Mehrheitseigentümer einigt“, sagte er.
Briatore ergänzte, Renault verhandle derzeit über die Angelegenheit. Zugleich deutete er an, dass im September keine dramatische Entwicklung zu erwarten sei. Für das Team mache die Identität des Minderheitsgesellschafters keinen Unterschied: „Wir haben Otro, morgen haben wir eben jemand anderen.“
Das gemeldete Angebot setzt dennoch eine bemerkenswerte Zahl für Alpines kommerzielle Bedeutung. Es knüpft an Briatores grundsätzliche Einschätzung an, dass die Formel 1 zum „Ort geworden ist, an dem man sein muss“ – wie bereits in diesem Bericht über Briatores Einschätzung zur Formel 1 erläutert.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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