McLaren: Aero-Updates sollen Norris und Piastri in Baku pushen

McLaren bereitet für den bevorstehenden Großen Preis von Aserbaidschan wichtige aerodynamische Updates vor – ein Paket, das Lando Norris und Oscar Piastri in Baku mitten in den Kampf um die Pole-Position katapultieren könnte.
Für den 15. Saisonlauf 2026 reist die Formel 1 in die „Stadt der Winde“ und kehrt an jenen Schauplatz zurück, an dem Piastri vor zwölf Monaten ein rabenschwarzes Wochenende erlebte. Beim Rennen 2025 verunfallte der Australier in Q3, leistete sich einen Frühstart und schied bereits in Runde 1 aus. Auch Norris hatte im damaligen Qualifying Pech: Ein Fehler auf seiner letzten schnellen Runde in Q3 warf ihn auf Startplatz sieben zurück, von dem aus er auch das Rennen auf P7 beendete, während Carlos Sainz als Dritter sein erstes Podium für Williams einfuhr.
Aerodynamische Überarbeitungen für den MCL40
Mit Blick auf das Rennwochenende 2026 will McLaren das Blatt wenden. Ein überarbeitetes Aerodynamik-Paket soll vor allem den Topspeed des MCL40 steigern. Laut Auto Motor und Sport umfassen die Neuerungen einen neuen Unterboden sowie eine angepasste Version des „Macarena“-Heckflügels.
McLaren zeigte sich mit dem Debüt des Flügels beim Großen Preis von Italien Anfang des Monats zufrieden, wo sich Norris und Piastri ein packendes Duell in Monza lieferten. Da Baku jedoch mehr Abtrieb als Monza verlangt, konstruierten die Ingenieure in Woking eine Variante mit höherem Abtriebsniveau. Das Team plant, beide Spezifikationen in den freien Trainings zu vergleichen, bevor die endgültige Entscheidung für das Rennen fällt.
Schwächen in langsamen Kurven beheben
Die Trainingssitzungen dienen zudem als Testfeld für den neuen Unterboden. Die jüngsten Vorstellungen machten den Ingenieuren deutlich, dass der MCL40 in langsamen Kurven spürbare Defizite aufweist. Die überarbeitete Unterboden-Geometrie soll speziell in den verwinkelten Passagen von Baku für eine effizientere Aerodynamik sorgen.
Während mittelschnelle Kurven und die langen Geraden Bakus die Zeitenjagd im Qualifying maßgeblich bestimmen dürften, stellte McLaren sein enormes Tempo in mittelschnellen Kurven bereits unter Beweis. Norris sicherte sich die Pole-Positions in Spanien, Ungarn sowie den Niederlanden und war überzeugt, dass bei seiner Pole-Runde in Madrid sogar noch mehr drin gewesen wäre – dort kostete ein Fehler in der letzten Kurve den Weltmeister von 2025 rund zwei Zehntelsekunden.
Mit diesem gezielten Entwicklungs-Upgrade will der Rennstall aus Woking letzte Schwachstellen ausmerzen und sowohl die Topspeed-Effizienz als auch die entscheidende Qualifying-Pace maximieren.
