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Chiara Bättig zeigte bei ihrem ersten Auftritt in Thruxton eine abgeklärte und zunehmend konkurrenzfähige Leistung. Beim jüngsten Lauf der britischen F4-Meisterschaft fuhr sie zweimal in die Top 10. Gleichzeitig bewahrte die Hitech-Pilotin ihre makellose Zielankunftsserie – ein weiterer Beleg für die Konstanz in ihrer ersten Saison im Formelsport.
Zur Saisonhalbzeit gehörte Bättig zu nur sieben Fahrerinnen und Fahrern, die jede Runde absolviert hatten. Ihr Tempo hatte sie bereits vor dem Rennwochenende unter Beweis gestellt: Beim Test während der Saison Ende Juni brachte sie ihre schnellste Runde in 1:12,054 Minuten auf Platz zehn – nur drei Zehntelsekunden hinter Joseph Smith. Diese Form nahm sie mit ins Freitagstraining, in dem sie mit 1:11,455 Minuten Vierte wurde und weniger als eine Zehntelsekunde auf die Bestzeit von Dries van Langendonck fehlte.
Im Qualifying ging es noch enger zu. Bättig verbesserte sich bei ihrem letzten Versuch auf 1:12,068 Minuten, musste sich damit jedoch mit Startplatz 14 begnügen. Auf die Poleposition fehlten ihr lediglich 0,25 Sekunden, während sie die Poleposition für das Rennen mit umgekehrter Startaufstellung um etwas mehr als fünf Hundertstelsekunden verpasste. Das verdeutlichte die äußerst knappen Abstände an der Spitze des Feldes.
Von Startplatz 17 aus machte Bättig in einem chaotischen ersten Rennen Boden gut, das durch zwei Rote Flaggen unterbrochen wurde. In der ersten Runde arbeitete sie sich auf Rang 15 vor und behauptete sich in den engen Positionskämpfen im Mittelfeld, bevor das Rennen ein zweites Mal abgebrochen wurde. Nach der Rückwertung um eine Runde wurde sie auf Platz 14 klassifiziert.
Im zweiten Rennen fiel das Ergebnis besser aus. Von Rang 14 rückte Bättig auf Platz 13 vor und kam ohne Schaden durch einen Zwischenfall in der letzten Kurve. Eine weitere Safety-Car-Phase folgte, ehe auch dieses Rennen endete, bevor ein vollständiger Neustart möglich war. Zunächst als Elfte gewertet, wurde sie nach drei Zeitstrafen gegen Konkurrenten nachträglich auf Platz acht vorgestuft und sammelte sieben Meisterschaftspunkte.
Ihre Fähigkeit, sich aus Problemen herauszuhalten, erwies sich damit als entscheidend. Im Nachwuchs-Formelsport kommt es einmal mehr besonders auf eine gute Startposition und eine fehlerfreie Rennumsetzung an. Weitere Einblicke in den Nachwuchs- und Formelsport bietet etwa der Rückblick auf das Formel-3-Wochenende in Budapest.
Bättig nahm das letzte Rennen von Startplatz 13 aus in Angriff, nachdem eine Startplatzstrafe gegen Scott Kin Lindblom angewendet worden war. In der ersten Runde gewann sie eine Position und hielt ihren Platz anschließend während zweier Safety-Car-Phasen. Nach dem Neustart in Runde 15 überholte sie eine Runde später Adam Al Azhari.
Späte Zwischenfälle mit Jarrett Clark und George Proudford Nalder beförderten Bättig im Ziel auf Rang neun. Damit beendete sie ein wertvolles Thruxton-Wochenende mit zwei Top-10-Platzierungen, sieben Punkten und einem weiteren Beleg dafür, dass die Schweizerin Geschwindigkeit mit diszipliniertem Rennverständnis an der Spitze des Feldes verbinden kann.
Bättig richtet ihren Blick nun auf den nächsten Lauf der britischen F4-Meisterschaft im Donington Park am 22. und 23. August.
Ciara stammt aus Dublin und ist eine preisgekrönte Filmproduzentin, Podcasterin und Autorin mit 20 Jahren Erfahrung im Bereich Storytelling. Als lebenslange Fan des Leinster- und irischen Rugby-Teams wandte sie sich nach ihrem Umzug nach Berlin und der Mitbegründung von Formula Live Pulse dem Motorsport zu. Jetzt wendet sie ihr Produzentenhirn auf die Formel 1 an und navigiert durch die Höhen von Oscar Piastris Aufstieg und den einzigartigen Stress, ein adoptierter Ferrari-Fan zu sein. Sie liebt es, über die Formel 1 zu reden und zu reden, wenn man ihr die Gelegenheit dazu gibt!
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