F2 in Madrid: Herta verpasst Sprint nach Reglement-Verstoß

Colton Herta wird am Samstags-Sprintrennen der Formel 2 in Madrid nicht teilnehmen. Hitech bestätigte den Rückzug des US-Amerikaners von der Session.
Hintergrund der Entscheidung ist ein Verstoß gegen das Sportliche Reglement am Fahrzeug mit der Startnummer 4. Dem offiziellen Dokument der Rennkommissare zufolge wurde während der Sperrfrist (Restricted Period) ohne eine genehmigte Ausnahme an dem Boliden gearbeitet. Dies stellt einen Verstoß gegen Artikel 21.6 a des Sportlichen Reglements der FIA Formel 2 dar.
Ursprünglich hätte Herta das Rennen dennoch aufnehmen dürfen, allerdings nur aus der Boxengasse. Gemäß Artikel 37.2 hätte Startnummer 4 den Sprint von dort aus in Angriff nehmen müssen, anstatt den regulären Startplatz in der Startaufstellung einzunehmen. Hitech entschied sich jedoch kurzfristig dazu, das Auto überhaupt nicht an den Start zu bringen.
Diese Entwicklung markiert einen weiteren Rückschlag für Hertas Rennwochenende in Madrid. Wie bereits berichtet wurde, hakt Colton Herta die Formel 2 ab, da seine Gesamtsituation in der Meisterschaft zunehmend für Diskussionen gesorgt hatte. Die unmittelbare sportliche Konsequenz für den Samstag steht fest: Wenn das Sprintrennen freigegeben wird, fehlt sein Bolide im Feld.
Anpassung der Startaufstellung bestätigt
Der Rückzug von Herta zieht auch Verschiebungen für das restliche Starterfeld nach sich. Alle Piloten, die sich ursprünglich hinter Startnummer 4 qualifiziert hatten, rücken in der Startaufstellung um jeweils eine Position nach vorne.
Diese Anpassung spiegelt Hitechs Entschluss wider, das Fahrzeug nicht einzusetzen. Während die ursprüngliche Strafe Startnummer 4 an das Ende der Boxengasse verbannt hätte, sorgt der komplette Rückzug dafür, dass der Wagen gänzlich aus der Startformation gestrichen wird.
Bedeutung der Entscheidung
Der Vorfall unterstreicht den hohen Stellenwert der vorgeschriebenen Sperrfristen in der Formel 2. Da die Arbeiten am Fahrzeug ohne die erforderliche Genehmigung stattfanden, sah das Regelwerk zwingend einen Start aus der Boxengasse vor. Hitechs darauffolgende Absage verhindert zwar die praktische Umsetzung der Strafe auf dem Asphalt, wirkt sich jedoch unmittelbar auf die Zusammensetzung des Grids aus.
Für die nachfolgenden Fahrer bringt die Korrektur einen greifbaren Vorteil: Sie gewinnen jeweils einen Startplatz, noch bevor die Ampeln erlöschen. Für Herta und Hitech hingegen ist das Sprintrennen am Samstag beendet, bevor es überhaupt begonnen hat.
