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Edoardo Mortara wird das erste Rennen des Berliner Double-Headers der Formel E nach einem packenden Qualifying-Duell von der Pole-Position aus in Angriff nehmen. Der Schweizer setzte sich gegen seinen Titelrivalen Pascal Wehrlein durch und sicherte sich damit den besten Startplatz für den ersten Lauf des Berlin E-Prix. Mit einer starken Zeit von 56 Sekunden holte er seine vierte Pole-Position auf dem legendären Tempelhof Airport Circuit. Entscheidend ist auch, dass Mortara damit drei wichtige Punkte für die Fahrerwertung sammelt.
Der amtierende Weltmeister Oliver Rowland verpasste das finale Duell nur knapp, sicherte sich aber einen starken dritten Startplatz, direkt vor Dan Ticktum auf Rang vier. Eine der größten Überraschungen des Tages lieferte Lolas Zane Maloney, der nach mehreren knappen Versuchen in den vergangenen Runden endlich den Sprung in die Duelle schaffte.
Im entscheidenden Shootout legte Mortara mit einem bärenstarken ersten Sektor den Grundstein für seine Pole-Position. Bemerkenswerterweise schlug Wehrlein im zweiten und dritten Sektor zurück und war dort jeweils schneller. Doch der dominante erste Sektor des Mahindra-Piloten reichte aus, um die Pole zu sichern und den Sieg im Duell perfekt zu machen.
Um das Finale zu erreichen, musste Wehrlein einen harten Weg gehen: Zuerst besiegte er Nick Cassidy im Viertelfinale, bevor er Rowland in einem spannenden Halbfinale ausschaltete. Auf der anderen Seite des Tableaus eliminierte Mortara in einem souveränen Auftritt Maloney im Viertelfinale und setzte sich anschließend gegen Ticktum durch, um das finale Aufeinandertreffen mit Wehrlein zu erzwingen.
In den weiteren Viertelfinal-Duellen setzte sich Rowland gegen Felipe Drugovich durch, während Ticktum schneller als Nico Müller war. Wer mit den K.-o.-Phasen noch nicht vertraut ist: Das einzigartige Qualifying-Format der Formel E sorgt regelmäßig für genau diese Art von hochspannender Dramatik.
Das Qualifying begann bei strahlend blauem Himmel und sommerlichen Temperaturen – ein krasser Gegensatz zu den Bedingungen, die wir im letzten Jahr in Berlin erlebt haben. Die erste Gruppenphase entwickelte sich zum perfekten Szenario für Porsche. Wehrlein führte die Session mit einer Bestzeit von 58,369 an und landete vor Andrettis Drugovich, was einen Doppelerfolg für den Porsche-Antrieb bedeutete. Auch der amtierende Weltmeister Rowland und Cassidy schafften aus der ersten Gruppe den Sprung in die Duelle.
Die zweite Gruppe brachte weiteren Grund zur Freude für den deutschen Hersteller. Cupra Kiros Ticktum fuhr mit 58,337 die schnellste Zeit und zog gemeinsam mit Mortara, einem beeindruckenden Maloney und dem Porsche-Werksfahrer Müller in die K.-o.-Runden ein.
Die wohl bemerkenswerteste Geschichte der Gruppenphase war das komplette Fehlen von Jaguar in den Duellen. Obwohl die Jaguar-Piloten drei der letzten vier Rennen gewonnen hatten, schaffte es kein einziger Wagen der britischen Marke in die nächste Runde. Dies verspricht ein völlig unvorhersehbares erstes Rennen in der deutschen Hauptstadt, während sich der Titelkampf der Saison 12 weiter zuspitzt.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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