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Die Formel 1 hat eine Lösung für den abgesagten Großen Preis von Bahrain 2026 gefunden und die Veranstaltung nach Malaysia verlegt. Damit ist eine unmittelbare Folge der anhaltenden Instabilität im Nahen Osten geklärt. Die Meisterschaft steht jedoch weiterhin vor einer größeren Kalenderfrage: Können Katar und Abu Dhabi nach Las Vegas sicher die letzten beiden Rennen austragen?
Der Ersatzlauf in Sepang für den Großen Preis von Bahrain 2026 ist bereits bestätigt. Katar und Abu Dhabi bleiben vorerst ebenfalls im Kalender, obwohl die Langstrecken-Weltmeisterschaft ihre für Ende Oktober und Anfang November geplanten Rennen in Katar und Bahrain abgesagt hat und die Saison stattdessen in Europa beenden wird. Mehr dazu: Die FIA WEC ersetzt Katar und Bahrain im Finale 2026 durch Barcelona und Monza.
F1-Chef Stefano Domenicali erklärte, der Sport werde mindestens bis Mitte September warten, bevor eine endgültige Entscheidung fällt. Er betonte, dass die beiden Rennen derzeit bestätigt und ausverkauft seien, räumte aber ein, dass die Formel 1 handeln werde, sollte die Lage bis dahin nicht ausreichend geklärt sein.
„Wenn die Situation es uns nicht erlaubt, im Nahen Osten dabei zu sein, werden wir die Meisterschaft in Europa beenden“, sagte Domenicali gegenüber ausgewählten Medien. Ein weiteres Rennen in den USA schloss er ebenfalls aus.

Berichten zufolge wurden ein zweites Rennen auf dem Circuit of The Americas in Austin und ein Doppelrennen in Las Vegas geprüft. Beide Optionen hätten zwar offensichtliche logistische Vorteile, doch der Termin wäre problematisch. Die Woche nach dem Großen Preis von Las Vegas am 21. November fällt mit dem Thanksgiving-Feiertag zusammen. Gleichzeitig würden wichtige NFL-Spiele um die Aufmerksamkeit des Publikums konkurrieren.
Domenicali deutete zudem an, dass die Formel 1 das Rennen in Las Vegas nicht verwässern möchte, während sie weiterhin das Verhältnis zwischen VIP-Bewirtung und dem allgemeinen Zuschauerbereich entwickelt. Die erste Ausgabe 2023 führte zu Streitigkeiten mit lokalen Beteiligten. Kürzlich einigte sich Liberty Media außerdem auf einen Vergleich in Höhe von drei Millionen US-Dollar in einer Sammelklage von Zuschauern, die vor einer verspäteten Trainingseinheit aus den Zuschauerbereichen entfernt worden waren.

Sollten Katar und Abu Dhabi abgesagt werden, gilt Imola derzeit als wahrscheinlichste Ersatzlösung. Die Türkei und Portugal könnten theoretisch mit besserem Wetter aufwarten. An beiden Rennstrecken laufen jedoch Arbeiten, mit denen sie auf die für eine Aufnahme in den Kalender des kommenden Jahres erforderlichen Standards gebracht werden sollen.
Domenicali argumentierte, dass die Temperaturen in Europa Anfang Dezember mit denen in Las Vegas während des Rennwochenendes vergleichbar oder sogar weniger kalt sein können. Das Risiko von Schnee bleibt bestehen, doch die F1 hält ein europäisches Saisonfinale im bestehenden Zeitrahmen für machbar. Vorerst bleibt die Schlussphase der Meisterschaft damit vorläufig – die Frist für die Entscheidung steht jedoch fest.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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