Madring: Norris schnappt Antonelli Premieren-Pole um 0,011 Sekunden weg

Lando Norris hat sich die Pole-Position für den ersten Großen Preis von Spanien auf dem Madring gesichert. In einem packenden Qualifying-Finish bezwang der Brite Mercedes-Pilot Kimi Antonelli um gerade einmal 0,011 Sekunden.
Dieses Resultat verschafft McLaren einen entscheidenden Vorteil auf einer Rennstrecke, auf der der Startplatz im Vorfeld als womöglich rennentscheidend eingestuft wurde. Antonelli geht damit neben Norris aus der ersten Reihe ins Rennen, während Max Verstappen seinen Red Bull auf den dritten Platz stellte. Lewis Hamilton komplettierte die zweite Startreihe für Ferrari auf Rang vier.
Dem hauchdünnen Vorsprung an der Spitze ging eine Session voraus, in der das Klassement immer wieder durcheinandergewirbelt wurde, da der neue Straßenkurs in Madrid selbst kleinste Patzer gnadenlos bestrafte. Ausführliche Hintergrundinformationen zum Kurs bietet der Madring-Guide für den GP Spanien 2026.

Colapinto übersteht Monumental-Schreckmoment und schafft Q3
Das Mittelfeld lieferte sich in Q2 einen besonders erbitterten Schlagabtausch. Nico Hülkenberg und Arvid Lindblad belegten zwischenzeitlich die begehrten Q3-Ränge, während Gabriel Bortoleto und Yuki Tsunoda gefährlich nahe am Strich balancierten. Auch Pierre Gasly und Franco Colapinto standen unter enormem Zugzwang, nachdem sie ihren jeweils ersten schnellen Versuch nicht beenden konnten.
Colapinto erlebte kurz darauf einen heftigen Schreckmoment in der schnellen Steilkurve La Monumental, als das Heck seines Alpine plötzlich ausbrach. Der Argentinier fing den Wagen jedoch meisterhaft ab und fuhr mit seinem letzten Versuch auf den starken achten Platz ins Q3 vor – noch vor McLaren-Pilot Oscar Piastri. Verstappen verbuchte in diesem Abschnitt vor Antonelli die Bestzeit, während Lindblad den Sprung in die Top 10 schaffte und damit beide Audi-Fahrer ins Aus beförderte.
Esteban Ocon beendete das Qualifying für Haas auf Rang 13, während Gasly 14. wurde und über eine völlig veränderte Fahrzeugbalance im Vergleich zum dritten freien Training klagte. Dahinter reihten sich Tsunoda und Alex Albon auf den Positionen 15 und 16 ein.
Bearman und Stroll verpassen das Qualifying
Zu Beginn hatte George Russell das Q1 mit 0,056 Sekunden Vorsprung auf Antonelli angeführt – trotz einer leichten Mauerkuss-Berührung, die glücklicherweise ohne sichtbare Folgen blieb. Red Bull unterstrich früh seine Pace: Liam Lawson belegte Rang drei auf den weichen Reifen, während Verstappen auf Mediums Vierter wurde. Auch Hamilton und Charles Leclerc meisterten den Einzug in die Top 7 mit derselben Reifenstrategie.
Albon sicherte sich auf den letzten Drücker das finale Ticket für Q2 und ließ dabei seinen Teamkollegen Carlos Sainz um winzige 0,005 Sekunden hinter sich. Damit blieb Sainz dennoch der bestplatzierte Spanier, da Fernando Alonso nicht über Rang 18 hinauskam. Sergio Perez und Valtteri Bottas bildeten das Schlusslicht unter allen Fahrern, die eine gezeitete Runde setzen konnten.
Oliver Bearman konnte am Qualifying überhaupt nicht teilnehmen, nachdem Haas sein Auto nach dem schweren Unfall im FP3 nicht mehr rechtzeitig reparieren konnte. Auch Lance Stroll blieb ohne Rundenzeit, nachdem ihm ein mutmaßliches Problem mit dem Wasserdruck einen Strich durch die Rechnung machte. Dem Kanadier drohte ohnehin schon eine saftige Startplatzstrafe am Madring, da er sein Kontingent an Honda-Triebwerksteilen für diese Saison überschritten hatte.
