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Ferrari ist zum Großen Preis von Barcelona der Formel 1 mit seinem bisher umfangreichsten Entwicklungspaket für den SF-26 seit Miami angereist. Das Team führt Änderungen an acht verschiedenen Bereichen des Autos ein, um im Duell mit Mercedes wieder Boden gutzumachen.
Das Timing ist entscheidend. Ferrari brachte sein letztes großes Update beim GP von Miami Anfang Mai und konzentrierte sich danach darauf, die bestehende Spezifikation in Montreal und Monaco zu optimieren. Seitdem hat Mercedes in Montreal ein bedeutendes Upgrade eingeführt, während McLaren den zweiten Teil seines ersten großen Update-Pakets präsentierte. Barcelona markiert nun die Antwort von Ferrari.
Das Upgrade ist umfangreich und konzentriert sich eindeutig auf die aerodynamische Performance. Ferrari hat die Fußplatte des Frontflügels mit einer neuen Anordnung der Leitbleche überarbeitet, ein Diveplane am Endplate hinzugefügt und die Spannweiten-Lastverteilung der Flügelelemente optimiert.
Zudem gibt es Änderungen im Bereich der Nase und des „Straight Mode“-Systems. Neue Mechanismen wurden in die Nase integriert, die zudem eine überarbeitete Form mit einer angehobenen Unterseite aufweist. Dieser Bereich ist in Barcelona besonders relevant, da sich die Teams bereits auf die Nutzung des „Straight Mode“ und die Anforderungen an die Fahrzeugbalance konzentrieren, wie wir in unserer Vorschau auf die Storylines zum Großen Preis von Barcelona erläutert haben.

Ferrari hat außerdem den Unterboden, das Bodenbrett und die Bodenkanten modifiziert sowie den Ausschnitt an der Seitenwand des Diffusors neu profiliert. Das Diffusor-Paket umfasst einen aktualisierten Anstellwinkel der Winglets sowie ein überarbeitetes Expansionsprofil für Diffusor und Heck. Einfach ausgedrückt: Der Unterboden wurde komplett überarbeitet, mit dem Ziel, den aerodynamischen Abtrieb zu erhöhen.
Auch die Karosserie wurde an diese Philosophie angepasst, mit einer ausgeprägteren Seitenkasten-Schulter und einer angepassten „Cokeline“, die darauf ausgelegt ist, mit der neuen Architektur von Frontpartie und Unterboden zu harmonieren.
Dies ist nicht nur ein technisches Update, sondern eine wettbewerbsbedingte Notwendigkeit. Ferrari versucht, einen Rückstand von 79 Punkten auf Mercedes in der Konstrukteurswertung zu verringern, während Lewis Hamilton und Charles Leclerc in der Fahrerwertung jeweils 66 bzw. 81 Punkte Rückstand auf Kimi Antonelli von Mercedes haben.
Leclerc machte vor dem Wochenende deutlich, dass die Entwicklung entscheidend sein könnte: „Die Entwicklung wird eine so wichtige Rolle spielen, dass es entscheidend ist, dass dies gut läuft. Wenn es gut läuft, ist alles möglich.“

Er erkannte jedoch auch das Ausmaß der Aufgabe an: „Wir dürfen sicherlich nicht zu viel Zeit verlieren, denn Kimi macht bisher alles perfekt. Es wird eine sehr herausfordernde Aufgabe, all die Punkte aufzuholen, die er im Moment sammelt, selbst wenn wir irgendwann das schnellste Auto haben sollten.“
Leclerc fügte hinzu: „Kimi leistet unglaubliche Arbeit und Mercedes hat einen unglaublichen Job gemacht, aber ich gebe noch nicht auf.“
Ferrari ist nicht das einzige Team, das in Barcelona Updates bringt. McLaren hat ein überarbeitetes Frontflügel-Endplate eingeführt, Mercedes hat kleine Winglets an der Mittellinie des Heckflügels angebracht und Red Bull hat die Geometrie der Frontflügelelemente überarbeitet, um durch eine stärkere Wölbung der Frontflügelklappen das verfügbare Balance-Fenster zu erweitern.
Für Ferrari trägt dieses Barcelona-Paket jedoch mehr Gewicht: Es muss Korrelation, Abtrieb und einen klareren Weg zurück in den Titelkampf liefern.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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