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Die FIA hat offiziell das Datum für den von Alpine beantragten „Right of Review“ (Überprüfungsantrag) nach dem verlorenen Podium von Pierre Gasly beim Großen Preis von Monaco der Formel 1 bestätigt.
Das in Enstone ansässige Team muss am Donnerstag, den 11. Juni um 12:00 Uhr MESZ vor dem Weltverband erscheinen. Ziel ist es, die Strafen anzufechten, durch die Gasly vom dritten Platz auf der Strecke auf den siebten Rang in der Endwertung zurückfiel.
Der Erfolg von Alpines Einspruch hängt davon ab, ob das Team neue Informationen vorlegen kann, die den Stewards zum Zeitpunkt der ursprünglichen Entscheidung noch nicht vorlagen. Diese Hürde ist entscheidend: Der Prozess des „Right of Review“ führt nicht automatisch zu einer Wiederaufnahme des Verfahrens. Das Team muss die FIA zunächst davon überzeugen, dass die Beweise sowohl relevant als auch neu sind.
Überschreitungen des Tempolimits in der Boxengasse betrafen während des Rennens im Fürstentum am Sonntag mehrere Fahrer, doch für Gasly war der sportliche Preis am höchsten. Der Franzose erhielt zwei separate Fünf-Sekunden-Zeitstrafen, was in der Summe eine 10-Sekunden-Sanktion ergab, die sein Ergebnis komplett veränderte.
Auf der Strecke hatte sich Gasly gegen seinen Landsmann Isack Hadjar durchgesetzt und war scheinbar auf dem Weg zu einer Podiumsplatzierung. Nach Anwendung der Strafen rutschte er jedoch auf den siebten Platz ab – ein Resultat, das er als eines der prägendsten seiner bisherigen Formel-1-Karriere betrachtet.
Die generelle Kontroverse um die Monaco-Strafen hat bereits ein Schlaglicht auf die geringen Toleranzbereiche bei der Geschwindigkeitsüberwachung in der Boxengasse geworfen, wie unsere Analyse „Wie ein 0,5-km/h-Vorsprung das Monaco-GP-Podium entschied“ verdeutlicht.
Gasly beschrieb den Ausgang nach dem Rennen als „herzzerreißend“ und beharrte darauf, dass er als Dritter über die Ziellinie gefahren sei und dies das Ergebnis sei, an das er sich erinnern wolle. Zudem blieb er bei seiner Aussage, dass er das Tempolimit von 60 km/h in der Boxengasse bei beiden Vorfällen nicht überschritten habe – ein Standpunkt, der Alpine zu diesem formellen Schritt bewegte.
Die Anhörung könnte in zwei Stufen verlaufen: Zuerst muss Alpine die FIA davon überzeugen, dass ihre Beweise dem Standard für eine Überprüfung entsprechen. Erst danach würde das Verfahren zu einer formalen Neubewertung der Strafen selbst übergehen.
Der Einsatz ist hoch. Sollte es Alpine gelingen, eine Strafe aufzuheben, würde Gasly auf den fünften Platz vorrücken. Würden beide Vergehen annulliert, käme das Team in den Genuss seines ersten Podiums der Saison.
Ein möglicher Aspekt der Argumentation Alpines betrifft die Länge der Boxengasse. Videomaterial, das Alpine-Personal bei der Vermessung der Boxengasse zeigt, deutet darauf hin, dass das Team argumentieren könnte, die Streckenlänge habe die Berechnungen der Geschwindigkeitssensoren beeinflusst, die von den Offiziellen zur Bestimmung des Tempos herangezogen wurden.
Für Alpine und Gasly ist die Anhörung am Donnerstag nicht nur eine formale Angelegenheit. Es ist der letzte Weg, um das Podium in Monaco zurückzugewinnen, das sich Gasly auf der Strecke bereits verdient hatte.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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