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Die FIA hat die Amtszeitbegrenzung für ihren Präsidenten abgeschafft und damit die bisherige Regelung aufgehoben, die die Führung des Dachverbandes auf drei vierjährige Amtszeiten beschränkte. Die Änderung wurde nach einer Generalversammlung in Macau bestätigt, die im Vorfeld des Großen Preises von Österreich an diesem Wochenende stattfand.
Nach den bisherigen Statuten konnte ein FIA-Präsident nicht länger als 12 Jahre im Amt bleiben. Diese Grenze hatte Jean Todt erreicht, der 2021 zurücktrat und von Mohammed Ben Sulayem abgelöst wurde. Die jüngste Abstimmung verändert nun die langfristige politische Landschaft des Verbandes und gibt jedem amtierenden Präsidenten die Möglichkeit, auch über die bisher maximal zulässige Amtszeit hinaus zu kandidieren.
Ben Sulayem wurde 2025 ohne Gegenkandidaten wiedergewählt und sicherte sich damit ein weiteres vierjähriges Mandat bis zur nächsten Wahl im Jahr 2029. Bis zu dieser Änderung galt dieser Wahltermin als der letztmögliche Zeitpunkt, an dem er sich um das Präsidentenamt hätte bewerben können. Diese Beschränkung wurde nun aufgehoben.
Die Entscheidung zur Governance fällt in eine arbeitsreiche Zeit für die FIA, da der Dachverband zuletzt auch aktiv am Regulierungsrahmen der Formel 1 gearbeitet hat, einschließlich der Anpassungen des F1-Reglements 2026 und der ersten Ausgabe der Regeln für 2027.
Die Regeländerung wurde am Donnerstag nach einer Abstimmung der FIA-Mitgliedsverbände verabschiedet. Sie war Teil eines umfassenderen Pakets von Änderungen an den Statuten des Verbandes, wobei die Aufhebung der Amtszeitbegrenzung für den Präsidenten das politisch bedeutendste Element darstellt.
Ben Sulayem ordnete das Ergebnis als Teil eines breiteren Bestrebens ein, die Struktur und die langfristige Ausrichtung der FIA zu stärken.
„Die Entscheidungen, die unsere Mitglieder heute hier getroffen haben, spiegeln den kontinuierlichen Fortschritt wider, den wir gemeinsam als Verband machen“, sagte er.
„Durch eine stärkere Governance, finanzielle Disziplin und eine klare langfristige Vision bauen wir eine FIA auf, die besser gerüstet ist, um unsere Mitglieder zu unterstützen, unsere Meisterschaften zu stärken und Ergebnisse für den Motorsport und die Mobilität weltweit zu liefern.“
Der FIA-Präsident betonte zudem die Zusammenarbeit innerhalb der weltweiten Mitgliedschaft des Verbandes und präsentierte die beschlossenen Änderungen als Ergebnis kollektiver Arbeit und nicht als isolierte verfassungsrechtliche Anpassung.
„Diese Ergebnisse sind das Resultat der Zusammenarbeit unserer globalen Gemeinschaft“, fügte er hinzu.
„Mit Blick auf die Zukunft konzentrieren wir uns weiterhin darauf, neue Möglichkeiten zu schaffen, die Teilhabe zu erhöhen, Innovationen voranzutreiben und sicherzustellen, dass die FIA als starker, nachhaltiger und vertrauenswürdiger Verband für die Zukunft weiter wächst.“
Die unmittelbare Auswirkung ist klar: Das Präsidentenamt ist nicht mehr an eine feste maximale Amtsdauer gebunden. Für die FIA stellt dies einen bedeutenden Neustart der Governance vor dem nächsten geplanten Wahlzyklus dar.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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