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Die Formel E geht davon aus, dass die Saison 2026/27 am 18. Dezember auf dem Jeddah Corniche Circuit beginnen wird, ungeachtet der anhaltenden Konflikte unter Beteiligung der USA, Israels und des Iran. Die Veranstaltung soll den Auftakt der Gen4-Ära der Meisterschaft markieren, doch die weitreichenden Störungen haben bereits Lieferketten, Ölpreise und den internationalen Reiseverkehr im Motorsport beeinträchtigt.
Die Serie konnte ihre Saison 2025/26 ohne größere Zwischenfälle abschließen, wobei das Rennen in Saudi-Arabien Mitte Februar sicher über die Bühne ging, noch bevor der Konflikt eskalierte. Dennoch bleibt die Unsicherheit für die neue Saison bestehen, insbesondere nachdem die Formel 1 ihr April-Rennen auf derselben Strecke abgesagt hat und die Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) ihre geplanten Rennen in Katar und Bahrain durch andere Austragungsorte ersetzt hat.
Alberto Longo, Chief Championship Officer der Formel E, erklärte, dass die Meisterschaft regelmäßig Updates von lokalen Behörden und internationalen Organisationen erhält, die die Lage beobachten.
„Wir sind fest davon überzeugt, dass das Rennen in Dschidda stattfinden kann und auch stattfinden wird“, sagte Longo gegenüber Motorsport.com. Er fügte hinzu, dass sich die Meisterschaft regelmäßig mit den Behörden in Dschidda austauscht und die lokalen Organisationen weiterhin entschlossen sind, das Event auszurichten.
Laut Longo liefern drei internationale Organisationen – eine in den USA, eine in Großbritannien und eine in Europa – wöchentliche Einschätzungen zu Reiserisiken. Ihre aktuelle Einstufung liegt im Bereich „niedrig bis moderat“, während auch lokale und städtische Behörden signalisiert haben, dass das Rennen sicher durchgeführt werden kann.
Die Formel E hat einen Plan B vorbereitet, da die Bedingungen in der Region weiterhin volatil sind. Longo betonte, dass die Meisterschaft nicht vorhersagen könne, wie die Situation im Dezember aussehen werde, versicherte jedoch, dass Teams, Hersteller und Teamchefs die Notfallstrategie kennen.
„Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir nicht das Gefühl, dass wir das Rennen verschieben oder irgendetwas ändern müssen“, sagte er. „Wir halten am 18. Dezember als Startschuss für die Gen4-Ära fest.“
Das Rennen in Dschidda ist von besonderer Bedeutung, da es die Einführung des Gen4-Autos vorsieht. Die Formel E gibt an, dass dieses Fahrzeug 800 PS leisten und auf einer typischen Rennstrecke schneller sein soll als ein Formel-2-Bolide. Saudi-Arabien ist zudem ein wichtiger Markt für die Meisterschaft; der Public Investment Fund (PIF) hält einen Minderheitsanteil an der Formel E Holdings Ltd, und PIF, SABIC sowie Saudia sind Sponsoren der Serie.
Der Aufbruch der Meisterschaft in eine neue Ära erfolgt zu einer Zeit, in der das Interesse an ihren elektrischen Rennmaschinen ungebrochen ist, was sich unter anderem in Projekten wie dem Debüt des Porsche GEN3 99X Electric in Need for Speed Mobile widerspiegelt.
Sollte Dschidda als unsicher eingestuft werden, würde das Rennen in Mexiko am 16. Januar zum Saisonauftakt werden. Longo betonte, dass die Formel E das Rennen in Saudi-Arabien eher verschieben würde, anstatt ein weiteres Event im Dezember hinzuzufügen oder den Kalender umzustrukturieren.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.