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Pierre Gasly hat Yuki Tsunoda zurück im Fahrerlager von Zandvoort begrüßt, doch der Alpine-Pilot sieht in der mangelnden Fahrpraxis des Racing-Bulls-Rückkehrers auch einen potenziellen Vorteil. Die beiden waren bereits zu AlphaTauri-Zeiten Teamkollegen, und Gaslys Vertrautheit mit Tsunoda prägte seine Antwort auf die Frage, wie Alpine die Lücke zu den formstarken Racing Bulls schließen könne.
„Hoffentlich ist ein eingerosteter Yuki [Tsunoda] ein Anfang“, sagte Gasly, nur halb im Scherz. Er fügte hinzu, dass er sich freue, seinen ehemaligen Teamkollegen wiederzusehen, erkannte aber auch die Größe der Herausforderung für Tsunoda an: „Es wird ein ziemliches Stück Arbeit, an einem Sprint-Wochenende in Zandvoort direkt wieder in dieses Auto zu springen.“
Tsunodas Rückkehr wurde bereits in diesem Bericht über sein Comeback bei den Racing Bulls zum Großen Preis der Niederlande thematisiert, doch der Zeitpunkt sorgt für eine unmittelbare Bewährungsprobe. Da es beim Sprint-Format kein zweites freies Training gibt, fehlt die Gelegenheit, durch ausgiebige Testfahrten wieder Rhythmus aufzubauen. Jedes Zögern wäre auf einer Strecke und bei einem Wochenendformat, das kaum Raum für Anpassungen lässt, nur schwer zu verbergen.
Gaslys Kommentare waren freundlich, konnten aber nicht über das Kernproblem hinwegtäuschen: Die Racing Bulls waren bei den letzten Veranstaltungen das stärkere Team. Er verwies auf deren Tempo und die Punkteausbeute als Beleg für einen klaren Leistungstrend.
„Sie wirken sehr konkurrenzfähig, die letzten Veranstaltungen waren definitiv beeindruckend, was das Tempo des Autos und die Anzahl der erzielten Punkte angeht“, so Gasly. „Von unserer Seite können wir nur versuchen, diese Leistung zu bringen, was hoffentlich mit dem Upgrade der Fall sein wird.“
Dieses Upgrade ist Alpines entscheidende Variable in Zandvoort. Gasly erklärte, er habe nach einer schwierigeren Phase auf das Paket gewartet, in der Hoffnung, dass das Team damit wieder in den Kampf um den fünften Platz in der Konstrukteurswertung eingreifen könne.
Alpine begann die Saison als fünftbestes Team, doch der Fortschritt der Racing Bulls vor der Sommerpause hat aus einer vermeintlich komfortablen Position einen echten Zweikampf gemacht. Die Entwicklungskurve hat das Kräfteverhältnis verschoben, sodass Alpine nun eine sofortige Reaktion benötigt, anstatt sich auf den früheren Vorsprung zu verlassen.
Gasly kehrt erfrischt und voller Enthusiasmus aus der Pause zurück. Ob sich diese neue Energie in Punkte ummünzen lässt, hängt von der Performance des Upgrades auf der Strecke ab – und davon, wie schnell Tsunoda den Rost nach seiner Rückkehr ablegen kann.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.