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George Russell sagt, dass sein Cockpit bei Mercedes nie „in Gefahr“ war, obwohl Toto Wolff öffentlich immer wieder Interesse daran bekundete, den Red-Bull-Piloten ins Team zu holen.
Über mehrere Saisons hinweg gab es Spekulationen, dass Russell seinen Platz räumen müsste, sollte Mercedes die Verpflichtung von Verstappen gelingen. Kimi Antonelli galt innerhalb der Struktur der Silberpfeile als gesetzt, wodurch Russell als der Fahrer wahrgenommen wurde, der bei einer möglichen Ankunft des vierfachen Formel-1-Weltmeisters am ehesten gefährdet wäre.
Dieses Szenario ist letztlich nicht eingetreten. Verstappen hat seinen Vertrag bei Red Bull bis Ende 2030 verlängert und damit eine lange Phase der Ungewissheit beendet. Die Entscheidung des Niederländers folgte auf monatelange Spekulationen, in denen McLaren als sein wichtigster Alternativkandidat gehandelt wurde, während Mercedes unter der Führung von Wolff ebenfalls lange Zeit als Option im Raum stand.
Der Abschluss folgt zudem auf eine starke Saison 2025 von Russell, der seine Leistungen für sich sprechen ließ, bevor er eine Vertragsverlängerung bei Mercedes unterzeichnete. Diese Vereinbarung bot ihm zusätzlichen Schutz davor, sein Cockpit an Verstappen zu verlieren.
Russell erklärte, dass das Thema vor allem deshalb so präsent war, weil Journalisten es immer wieder ansprachen, und nicht, weil es innerhalb von Mercedes für Spannungen gesorgt hätte.
„Es ist für uns eigentlich nur dann ein Thema, wenn wir vor euch in der Pressekonferenz sitzen und ihr diese Fragen stellen und verstehen wollt, was vor sich geht“, sagte er gegenüber den Medien.
Er fügte hinzu, dass die interne Position von Mercedes immer klar gewesen sei, auch wenn die Gespräche des Teams sichtbarer waren als die Verhandlungen zwischen Verstappen und anderen potenziellen Rennställen.
„Es war innerhalb von Mercedes über die letzten Jahre immer sehr klar, wie die Realität aussieht“, so Russell. Er betonte, dass Diskussionen zwischen Fahrern und Teams ein normaler Bestandteil der Formel 1 seien, da jeder Beteiligte seine Alternativen und Eventualitäten prüfe.
Diese Sichtweise deckt sich mit dem allgemeinen Ansatz von Mercedes bei der Fahrerbesetzung. Das Team hat zudem abgelehnt, Russell oder Antonelli im Titelkampf 2026 zu bevorzugen, was die wettbewerbsmäßige Bedeutung beider Fahrer unterstreicht.
„Fahrer sprechen mit verschiedenen Teams. Teams sprechen mit verschiedenen Fahrern. Jeder muss einfach sehen, welche Karten er hat“, sagte Russell. „Aber mein Sitz war nie in Gefahr, und ich habe mich bei Toto und dem Team zu 100 Prozent sicher gefühlt – und das setzt sich natürlich jetzt fort.“

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.