Wird geladen

Der ehemalige Red-Bull-Chefberater Helmut Marko hat einen schnellen Vorstoß des Teams aus Milton Keynes an die Spitze der Formel 1 nicht ausgeschlossen, trotz eines eher verhaltenen Saisonauftakts.
Red Bull war in den ersten sieben Saisonrennen weitgehend nicht im Kampf um die vorderen Plätze vertreten und konnte lediglich einen Podestplatz verbuchen. Diesen erreichte Max Verstappen als Dritter beim Großen Preis von Kanada. Das Gesamtbild zeigt jedoch ein Team, das noch immer nach der nötigen Performance sucht, um wieder zur Spitzengruppe aufzuschließen.
Mercedes hingegen hat bisher den Ton angegeben und sechs der ersten sieben Rennen gewonnen. Dennoch glaubt Marko, dass das Kräfteverhältnis noch nicht in Stein gemeißelt ist, insbesondere da die Zuverlässigkeit beim aktuellen Maßstab der Serie zunehmend zum Thema wird.
„Unter dem neuen Reglement ist Mercedes klar der Favorit“, sagte Marko gegenüber der Kleine Zeitung. „Allerdings hatten sie jetzt schon den zweiten Motorschaden, was für sie ungewöhnlich ist.“
Diese Ausfälle von George Russell in Kanada und Kimi Antonelli in Barcelona sorgen für einen Hauch von Unsicherheit in einer ansonsten dominanten Mercedes-Saison.
Die nächste wichtige Variable ist die Weiterentwicklung. Ferrari hat sich in Barcelona mit einem umfangreichen Upgrade-Paket in den Kampf eingeschaltet, und Red Bull wird voraussichtlich an diesem Wochenende bei seinem Heimrennen eine bedeutende Neuerung präsentieren. Für ein Team, das Boden gutmachen muss, ist das Timing entscheidend.
Während das Wettrüsten bei den Upgrades zunimmt, wird das österreichische Paket von Red Bull zwangsläufig im Fokus stehen – vor allem im Hinblick darauf, ob es die Wettbewerbsfähigkeit des Teams nachhaltig verändern kann. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in unserer Analyse, warum das Red-Bull-Upgrade in Österreich die Lücke zum RB22 nicht schließen wird.
Marko bleibt jedoch optimistisch, dass diese Phase des Reglement-Zyklus noch erhebliches Potenzial für Fortschritte bietet.
„Generell muss man sagen, dass Updates in dieser Phase des Reglements sicherlich effektiver sind; man kann einen Vorteil von fünf Zehntelsekunden herausholen“, erklärte er.
Marko verwies zudem auf eine potenziell wichtige Änderung der Basis bei Red Bull: Das Team fahre nun erstmals mit einem Auto am Gewichtslimit.
„Red Bull bringt erstmals ein Auto am Gewichtslimit an den Start, also werden sie sicherlich auch mitmischen“, fügte er hinzu. „Ich hoffe, dass Max dann vorne mitkämpfen kann. Mercedes ist der Favorit, aber der Rest des Feldes ist mehr als interessant.“
Dieser letzte Satz bringt den aktuellen Stand auf den Punkt: Mercedes bleibt die Referenz, Ferrari ist näher herangerückt und Red Bull bereitet seine Antwort vor. Ob das ausreicht, um Verstappen wieder regelmäßig in den Kampf um die Spitze zu bringen, ist die entscheidende Frage des Wochenendes.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare
Seien Sie der Erste, der Ihre Gedanken teilt!
Beiträge werden geladen...