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Shintaro Orihara, der leitende Ingenieur von Honda an der Strecke, erklärt, dass der Große Preis von Belgien eine wichtige Gelegenheit bietet, Daten zu sammeln, bevor der Hersteller sein nächstes Formel-1-Motor-Upgrade einführt.
Honda hat die ersten neun Saisonrennen damit verbracht, eine Antriebseinheit zu verbessern, die während der schwierigen Saison mit Aston Martin stark in die Kritik geraten war. Nachdem die extremen Vibrationen, die den AMR26 und die Fahrer Fernando Alonso und Lance Stroll beeinträchtigten, beseitigt wurden, hat der japanische Hersteller seinen Fokus auf Leistungssteigerungen verlagert. Die Qualifikation für das ADUO-Programm (Additional Development and Upgrade Opportunities) der FIA wurde ebenfalls bestätigt.
Das Timing macht Spa-Francorchamps besonders bedeutsam. Die Strecke kombiniert lange Geraden mit Hochgeschwindigkeitskurven, was anspruchsvolle Fragen zur Gasannahme und zum Energiemanagement aufwirft. Diese Herausforderungen werden durch die Anforderungen an die Energierückgewinnung der 50-50-Hybrid-Antriebseinheiten auf einer der schnellsten Strecken im Kalender noch verstärkt.

Hondas Entwicklungsprogramm wird daher im Wettbewerb fortgesetzt, anstatt bis zur Ankunft der neuen Spezifikation zu pausieren. Leser können den weiteren Verlauf der Upgrades auch in Hondas geplantes Antriebs-Update für Aston Martin verfolgen, das die nächste Stufe der Motoren-Offensive des Teams skizziert.
„Wir haben noch zwei Rennen vor uns, bevor wir den neuen Motor einführen. Es ist wichtig, mit der aktuellen Spezifikation weiter zu lernen, damit wir diese Erkenntnisse über das Energiemanagement in zukünftige Rennen wie Monza mitnehmen können, wo wir ebenfalls lange Geraden haben“, sagte Orihara.
Orihara bezeichnete Spa als die längste Strecke im Kalender 2026 und betonte die technischen Anforderungen für Fahrer und Ingenieure. Die Kombination aus komplexen Kurvenpassagen und anhaltenden Hochgeschwindigkeitsabschnitten lässt wenig Spielraum für ungenaue Vorhersagen, insbesondere bei der Steuerung, wie und wann elektrische Energie während der Runde eingesetzt wird.

Das belgische Wochenende könnte zudem die ersten wirklich nassen Sessions der Saison bringen. Alle bisherigen neun Rennen blieben trocken, aber die wechselhaften Bedingungen in Spa könnten dieses Muster an diesem Wochenende durchbrechen.
„Ein zusätzlicher Unbekannter sind die wechselhaften Wetterbedingungen an der Strecke“, sagte Orihara. „In Silverstone blieb es trocken, daher könnte Spa das erste Mal sein, dass wir in einer Session echte nasse Bedingungen haben. Was das Wetter angeht, kann hier alles passieren.“
Für Aston Martin könnte Regen als Ausgleichsfaktor dienen. Das Team hat bisher nur einen Punkt geholt, den Alonso in Monaco erzielte, und wird hoffen, dass unvorhersehbare Bedingungen eine Chance für ein stärkeres Ergebnis bieten, während Honda das Paket vor dem Upgrade weiter verfeinert.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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