Feuerunfall von Inthraphuvasak stoppt F2-Training in Madrid

Tasanapol Inthraphuvasak war nur wenige Minuten nach dem Auftakt des Formel-2-Trainings auf dem neuen Stadtkurs in Madrid in einen heftigen Feuerunfall verwickelt. Der Zwischenfall sorgte für eine lange Unterbrechung und ließ den Piloten vor dem Qualifying kaum Zeit zur Vorbereitung.
Die F2-Boliden gingen kurz nach dem Ende des Trainings der Formel 3 auf den Asphalt, um erste Erfahrungen auf dem brandneuen Kurs im Kalender zu sammeln. Diese Gelegenheit wurde jedoch jäh gestoppt, als sich Inthraphuvasak in Kurve 19 drehte und mit dem Heck voran mit großer Wucht in die Streckenbegrenzung einschlug.
Der Aufprall zog unmittelbar einen Großeinsatz nach sich: Durch eine Explosion des Kraftstofftanks fing der Wagen sofort Feuer. Inthraphuvasak konnte sich glücklicherweise rasch selbst aus dem brennenden Cockpit befreien. Die Streckenposten rückten an, um die Flammen zu löschen und die Unfallstelle zu sichern, was die erste große rote Flagge der F2-Session auslöste.
Der Unfall unterstrich eindringlich, wie unbarmherzig die für das gesamte Fahrerfeld völlig neue Strecke ist. Da es am Austragungsort im Vorfeld keinerlei Testfahrten gab, zählte jede einzelne Runde, um das Streckenlayout vor dem anstehenden Qualifying besser zu verstehen.

Nur sechs Minuten verbleiben nach 24-minütiger Pause
Die Bergungs- und Aufräumarbeiten dauerten 24 Minuten und verkürzten die Trainingszeit für das gesamte Feld drastisch. Als die Boxenampel schließlich wieder auf Grün schaltete, verblieben lediglich sechs Minuten auf der Uhr. Die Schlussphase verwandelte sich damit in einen regelrechten Sprint, um auf den letzten Drücker möglichst viele Daten zu sammeln.
Durch diesen knappen Neustart standen die Fahrer vor einem extrem abrupten Übergang von den ersten Entdeckungsrunden direkt in die unmittelbare Qualifying-Vorbereitung. Eigentlich sollte die Session wertvolle Erkenntnisse auf der neuen Strecke liefern – stattdessen zwang der Crash alle Teams zu einer massiven Planänderung.
Es war bereits die zweite Unterbrechung des Tages am Madring. Zuvor war Nicola Lacorte kurz vor dem Ende des Formel-3-Trainings in den Leitplanken gelandet. Der F2-Stillstand besiegelte damit einen äußerst holprigen Auftakt für die Nachwuchsklassen in der spanischen Hauptstadt.
Mehr zum Rennwochenende der Serie erfahren Sie in unserer Formel-2-Vorschau auf Madrid.
