Monza-Crash: Charles Leclerc bestätigt kurze Sehstörung

Charles Leclerc hat nähere Einblicke in die körperlichen Folgen seines Unfalls beim Großen Preis von Italien gegeben. Dabei bestätigte er, dass eine kurzzeitige Sehstörung auf dem rechten Auge unmittelbar nach dem Aufprall die größte Sorge darstellte.
Der Ferrari-Pilot hatte in Monza in der zweiten Runde bei hohem Tempo die Kontrolle über seinen Boliden verloren und war am Ausgang der Parabolica in die Streckenbegrenzung eingeschlagen. Für den Monegassen bedeutete der Zwischenfall bereits den dritten Ausfall der Saison 2026. Obwohl Leclerc das Medical Center nach ersten Untersuchungen wieder verlassen durfte, kündigte er weitere Checks an, um seine Einsatzfähigkeit für den anstehenden Großen Preis von Spanien in Madrid endgültig abzusichern.
„Mit dem Nacken war alles in Ordnung, am Anfang machte mir nur das Sehen etwas zu schaffen“, erklärte Leclerc am Sonntag. „Auf dem rechten Auge konnte ich kurz nicht richtig sehen, aber inzwischen ist alles wieder gut. Genau das war allerdings meine größte Sorge beim Aussteigen.“
Vier Tage später stellte der Ferrari-Fahrer im Fahrerlager des Madring klar, dass die Sehstörung lediglich wenige Sekunden angehalten habe und sein Start in Madrid zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr gewesen sei.

Sehstörung dauerte nur wenige Sekunden
Auf die Frage, ob er durch das Problem an seiner Rennfitness gezweifelt habe, entgegnete Leclerc: „Nein, so schlimm war es nicht.“
Er schilderte, dass sich Verspannungen im Nacken sowie leichte Schmerzen erst am Montag wieder bemerkbar machten, sein Sehvermögen jedoch fast unmittelbar nach Verlassen des Wracks vollständig zurückgekehrt sei.
„Was das Sehen betrifft, war es extrem kurz. Direkt nachdem ich ins [Medical] Car gestiegen bin, hat ein Auge – keine Ahnung – wohl kurz nicht richtig funktioniert. Nach ein paar Sekunden war aber wieder alles völlig in Ordnung, daher habe ich mir keine allzu großen Sorgen gemacht“, sagte er. „Ich wusste natürlich, dass es ein heftiger Einschlag war, und das tut dem Körper nie gut. Aber ich konnte sofort wieder ganz normal sehen.“

Leclerc beschrieb den Crash als wuchtigen Aufprall und räumte ein, sich anfangs unwohl gefühlt zu haben, was er jedoch auf den Schockmoment zurückführte. Neben leichten Prellungen folgten in den ersten beiden Tagen mehrere medizinische Checks und Behandlungen, bei denen das Hauptaugenmerk auf der Halswirbelsäule lag.
„Ich habe viele Untersuchungen machen lassen und alles war in bester Ordnung“, so der Ferrari-Star weiter. Die medizinischen Tests hätten verschiedenste Bereiche abgedeckt, an deren Details er sich gar nicht mehr vollständig erinnern könne. Seine Worte sorgen im Vorfeld des Madrid-Wochenendes für Beruhigung, nachdem die Scuderia bereits bestätigen konnte, dass Leclerc nach dem Monza-Unfall um eine Strafe in der Startaufstellung herumkommt. Lesen Sie das neueste Update dazu, warum Leclerc einer Grid-Strafe beim Spanien-GP entgeht.
