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Liam Lawson wurde beim Großen Preis von Monaco zu den Rennkommissaren zitiert, nachdem er am Ende des ersten freien Trainings einen Regelverstoß begangen hatte – ein weiterer Rückschlag für den Racing-Bulls-Piloten an einem ohnehin schwierigen Wochenende.
Lawson erlebte ein frustrierendes FP1 und dümpelte mit einem Auto, das er auf den Straßen von Monte Carlo sichtlich nur schwer kontrollieren konnte, am Ende des Zeitentableaus herum. Das Training wurde zudem in der Schlussphase durch eine rote Flagge unterbrochen, nachdem Fernando Alonso kollidiert war und Trümmerteile auf der Strecke verteilt hatte.
Die Session wurde zwar kurz vor Ablauf der Zeit wieder freigegeben, doch einige Fahrer nutzten die letzten Sekunden der Trainingsstunde, um Übungsstarts zu absolvieren – ein gängiges Verfahren.
Lawson ging jedoch über das Erlaubte hinaus. Der Neuseeländer wurde dabei beobachtet, wie er die Boxenausfahrt passierte, nachdem das rote Licht bereits eingeschaltet war – ein klarer Verstoß gegen das sportliche Reglement der Formel 1. Die Kommissare zögerten nicht lange und luden ihn vor, um den Vorfall noch vor dem zweiten freien Training am Nachmittag zu klären.
Es ist nicht das erste Mal an diesem Wochenende, dass Fahrer vor den Kommissaren in Monaco erscheinen müssen. Lando Norris und Charles Leclerc wurden bereits am Donnerstag vorgeladen, weil sie zu spät zur offiziellen FIA-Pressekonferenz erschienen waren – ein Zeichen dafür, dass die Offiziellen während der gesamten Veranstaltung einen strengen regulatorischen Kurs verfolgen.
Der Zeitpunkt des Vergehens ist für Lawson alles andere als ideal, da er ohnehin unter wachsender Beobachtung steht. Sein Sitz bei Racing Bulls für 2027 ist keineswegs garantiert, zumal sich das F2-Talent Nikola Tsolov als ernsthafte Bedrohung für seinen Platz im Starterfeld herauskristallisiert. Ein schwieriges Wochenende in Monaco – sowohl auf als auch abseits der Strecke – wird den Druck auf den Neuseeländer, der sich für eine langfristige Zukunft in der Formel 1 empfehlen will, kaum mindern.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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