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Liam Lawson mag zwar als punktbester Fahrer von Racing Bulls in die Formel-1-Saison 2026 gestartet sein, doch seine langfristige Zukunft im Team ist alles andere als gesichert. Berichten zufolge steht der Neuseeländer weiterhin unter Druck, seinen Platz zu verteidigen, da aus dem Red-Bull-Juniorprogramm ein neuer Kandidat nachrückt, der bereit für den Aufstieg ist.
Der 24-jährige Lawson blickt auf eine turbulente Beziehung zum Red-Bull-Programm zurück. Nachdem er Anfang 2025 nach nur zwei Rennen im Hauptteam wieder zu Racing Bulls zurückgestuft wurde, verbrachte er die letzte Saison damit, seine F1-Karriere zu retten. Erst im vergangenen Dezember wurde sein neuer Vertrag bestätigt, der ihn auch 2026 im Cockpit hält. Durch die Umbesetzungen im Team stieß zudem Arvid Lindblad für sein F1-Debüt dazu, nachdem Isack Hadjar nach Lawsons Rückstufung zu Red Bull befördert worden war.
Racing-Bulls-Teamchef Alan Permane lobte Lawson dafür, dass er begonnen habe, die Qualifikations-Inkonstanz, die seine Saison 2025 belastete, zu „eliminieren“. Die Ergebnisse bestätigen dies: Lawson punktete in drei der ersten fünf Grands Prix dieses Jahres und liegt in der internen Red-Bull-Wertung mit 16 Zählern auf dem zweiten Platz hinter Max Verstappen (43 Punkte), noch vor Hadjar (14) und Lindblad (5).
Doch diese Zahlen könnten nicht ausreichen, um Lawsons Zukunft zu garantieren. Die wahre Bedrohung kommt nicht aus dem aktuellen F1-Feld, sondern aus der Formel 2, wo Nikola Tsolov eindrucksvoll für eine Beförderung wirbt.
Der 19-jährige Bulgare liegt nach den ersten drei Runden seiner ersten vollen Saison in der Meisterschaft auf dem dritten Platz der F2-Gesamtwertung 2026. Campos gab Tsolov Ende 2025 sein F2-Debüt, und er hinterließ sofort einen bleibenden Eindruck – mit einem Podiumsplatz als Dritter im Sprintrennen von Abu Dhabi. Diese Dynamik nahm er mit in das Jahr 2026 und sicherte sich seinen ersten Sieg im Hauptrennen in Australien sowie einen Sprint-Sieg in Miami. Angesichts dieser Entwicklung deuten Berichte darauf hin, dass Tsolov bereits für 2027 an die Tür zur Formel 1 klopft, wobei eine Chance bei Racing Bulls je nach Ergebnis „entstehen könnte“. Für weitere Einblicke in das breitere F2-Umfeld und die Anwärter, die auf sich aufmerksam machen, bietet unsere Vorschau auf den Formel-2-Grand-Prix von Monaco 2026 einen umfassenden Überblick über die Nachwuchsserie.
Neben der Bedrohung durch Tsolov steht Lawson auch vor einer unmittelbaren internen Herausforderung. Sollte Arvid Lindblad den Neuseeländer während seiner Rookie-Saison überflügeln, könnte Red Bull gezwungen sein, früher als geplant zu handeln. Jacques Villeneuve deutete bereits an, dass Lindblad echten Druck auf Lawson ausübt, und verwies auf den achten Platz des Rookies im Sprintrennen von Kanada im Vergleich zu Lawsons elftem Platz als frühen, aussagekräftigen Indikator.
Mit dem Aufstieg von Tsolov und dem immer stärker werdenden Lindblad hängt Lawsons Position bei Racing Bulls davon ab, ob er für den Rest der Saison einen entscheidenden Vorteil gegenüber seinem Teamkollegen wahren kann. Wie unser Guide zu den F1-Fahrerverträgen 2026 verdeutlicht, ist im aktuellen Feld nur wenig in Stein gemeißelt – und Lawsons Situation ist eine der prekärsten von allen.
Die Saison 2026 sollte für den Neuseeländer ohnehin ein Prüfstein werden. Aktuell könnte sie die wichtigste Kampagne seiner gesamten Karriere sein.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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