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Logan Sargeant macht kein Geheimnis daraus, wen er an seiner Seite sehen möchte, sollte Max Verstappen jemals den Sprung in das Hypercar-Programm von Ford wagen: sich selbst.
Der ehemalige Formel-1-Pilot, der derzeit für Ford in der LMGT3-Klasse der World Endurance Championship (WEC) antritt, sprach exklusiv mit Motorsport.com über die Aussicht, sich ein Cockpit mit dem vierfachen Weltmeister zu teilen. Seine Antwort war gewohnt offen.
„Nun, wenn er fährt, hoffe ich, dass er in meinem Auto sitzt!“, lachte Sargeant. „Das ist sicher. Meiner Meinung nach ist Max der Beste, der das je gemacht hat. Wenn ich mir also ein Auto mit ihm teilen könnte, wäre das ein riesiges Privileg und ein enormer Vorteil.“
Der Hintergrund für Sargeants Begeisterung sind die zunehmend konkreten Pläne von Ford auf höchster Ebene des Langstreckensports. Mark Rushbrook, Direktor von Ford Performance, bestätigte in einem exklusiven Interview mit Motorsport.com, dass die amerikanische Marke „regelmäßige Gespräche“ mit Verstappen über eine mögliche Zukunft im Sportwagensport führt – auch auf Hypercar-Ebene.

Ford wird ab 2027 in die Topklasse der WEC einsteigen, was auch die 24 Stunden von Le Mans in greifbare Nähe rückt – ein Rennen, das schon lange auf Verstappens persönlicher Wunschliste steht. Die bestehende Partnerschaft zwischen Red Bull und Ford in der Formel 1 bietet eine natürliche Brücke, da die Infrastruktur und die Beziehungen bereits vorhanden sind, um einen solchen Schritt zu erleichtern, sollten sich die Kalender jemals überschneiden.
Sargeant selbst wird voraussichtlich 2026 in das Hypercar aufsteigen, wobei die Maschine von Ford noch in diesem Jahr mit Testfahrten auf verschiedenen Strecken beginnen soll. Damit ist er auf dem besten Weg, zu den Ersten zu gehören, die das Auto erleben, in das Verstappen eines Tages steigen könnte.
Während sich Verstappens unmittelbarer Fokus weiterhin voll auf die Formel 1 richtet – und seine Zukunft bei Red Bull weiterhin für Spekulationen sorgt –, gewinnt die Idee eines Wechsels in den Langstreckensport an echter Dynamik.

Für Sargeant geht der Reiz, Verstappen als Teamkollegen zu haben, weit über den offensichtlichen Leistungsschub hinaus, den ein Paar mit dem schnellsten Fahrer der Welt mit sich bringen würde. Der 25-Jährige sieht darin eine einmalige Lernmöglichkeit.
„Es geht weit über den reinen Fahrstil hinaus, zu sehen, was er mit den Werkzeugen macht, Runde für Runde, wie er Anpassungen vornimmt“, erklärte Sargeant. „Natürlich hat er so viel Erfahrung aus der Formel 1. Für ihn wäre es wie ‚Plug and Play‘. Man kann so viel von jemandem wie ihm lernen.“
Auf die Frage, was Verstappen konkret einbringen würde, antwortete Sargeant direkt: „Nun, er ist der schnellste Fahrer der Welt. Er wird höchstwahrscheinlich jeden in Grund und Boden fahren. Ich hätte es lieber, wenn das in meinem Auto passiert als im anderen.“
Der Respekt, den Sargeant vor Verstappen hat, ist tief verwurzelt – und basiert auf mehr als nur purer Geschwindigkeit. „Man gewinnt keine vier Weltmeisterschaften ohne die Geschwindigkeit, die er hat. Man sieht es: Selbst wenn er nicht im besten Auto sitzt, findet er einen Weg, es zum Funktionieren zu bringen. Das kann man nicht von jedem behaupten.“
Es ist eine Art von Anerkennung, die Bände spricht. Ob sich die Sterne für eine Paarung aus Verstappen und Sargeant in Le Mans jemals ausrichten werden, bleibt abzuwarten, aber der Wunsch auf Seiten von Ford – und von Sargeant – ist unverkennbar.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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