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Marcin Budkowski erklärt, dass er vor seiner Entscheidung für eine Rückkehr in die Teamleitung mit „mehr als der Hälfte“ des Formel-1-Feldes gesprochen hat.
Die Bekanntgabe erfolgte während der Sommerpause, als Cadillac bestätigte, dass Budkowski Graeme Lowdon als Teamchef ablösen würde. Der Wechsel kam überraschend, da das US-Team in seiner Debütsaison weithin als langsamster Rennstall eingeschätzt worden war. Nach elf Rennen steht Cadillac ohne Punkt am Ende der Konstrukteurswertung.
CEO Dan Towriss entschied sich jedoch für eine neue Richtung und holte Budkowski, dessen Laufbahn in der Formel 1 aerodynamische, technische, sportliche und leitende Funktionen umfasst. Sein Weg zurück an die Kommandostand führte über Gespräche mit mehreren Teams, nachdem er Renault 2022 verlassen und anschließend als TV-Experte gearbeitet hatte.
„Ich habe in den vergangenen Jahren mit mehr als der Hälfte der Teams im Feld gesprochen – mit einigen Gesprächen war man weiter, mit anderen weniger weit“, bestätigte Budkowski.
Budkowski zufolge war nicht allein die Chance auf eine Rückkehr ausschlaggebend, sondern vor allem die Ausrichtung von Cadillacs langfristigem Projekt. Er verwies auf den Ehrgeiz der TWG Group, die Unterstützung durch General Motors und die finanziellen Mittel, die dem Team zur Verfügung stehen.
„Dieses Projekt ist sehr ambitioniert“, sagte er und ergänzte, die Unterstützung sei ein wichtiger Unterschied zu einigen seiner früheren Vorhaben.
Der neue Teamchef hob außerdem die Motorsport-Erfahrung der Personen im Cadillac-Aufsichtsrat und in der Führungsebene hervor. Ihr Verständnis für den Rennsport ermögliche produktivere Gespräche darüber, was nötig sei, um ein konkurrenzfähiges Formel-1-Team aufzubauen.
Dieser Ansatz ist für einen Neueinsteiger, der noch seine Grundlagen schafft, besonders wichtig. Während Cadillac seine Formel-1-Infrastruktur weiter ausbaut, ist Budkowski überzeugt, dass die Führung sowohl das Potenzial des Projekts als auch den Umfang der anstehenden Arbeit realistisch einschätzt.
„Da ist der Ehrgeiz, da ist der Wunsch, ein starkes und letztlich konkurrenzfähiges Team aufzubauen – ein Team, das irgendwann an der Spitze kämpfen kann“, sagte er. „Gleichzeitig gibt es ein realistisches Verständnis dafür, wie schwierig das ist und welche Zeitpläne auf dem Weg vor uns liegen.“
Budkowski rechnet nicht mit unangemessenem Druck. Erwartungen würden seine neue Aufgabe selbstverständlich begleiten, erklärte er. Die Cadillac-Führung erkenne die Herausforderung jedoch an, statt sie zu ignorieren. Für ihn wog diese gemeinsame Haltung letztlich schwerer als die finanziellen und organisatorischen Grundlagen des Projekts.
„Es geht um die Haltung und die Vision“, schloss Budkowski. Entscheidend sei die Zusammenarbeit mit Menschen, die Motorsport „leben und atmen“ und ihn in seinem Kern verstehen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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