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McLaren wird beim Großen Preis von Italien an diesem Wochenende in Monza sein eigenes rotierendes Heckflügelkonzept, den sogenannten H-Wing, vorstellen. Das Bauteil ist so konzipiert, dass es sich um 180 Grad zwischen dem Kurven- und dem Geradeaus-Modus drehen lässt. Damit bietet es dem Team eine neue Lösung mit geringem Luftwiderstand für die anspruchsvollste Hochgeschwindigkeitsstrecke der Formel 1.
Der Zeitpunkt ist entscheidend. McLaren entwickelt seine eigene Interpretation des Konzepts, seit Ferrari ein ähnliches Design während der Wintertests präsentierte. Das Team aus Woking ging jedoch behutsam vor, bevor es das System an einem Rennwochenende einsetzte. Fans können sich vor dem ersten vollständigen Einsatz des Bauteils auch die aktuelle Streckenkarte für den GP von Italien 2026 mit den Straight-Mode-Zonen ansehen.
McLaren hatte bereits beim Großen Preis von Österreich einen Prototyp dabei, verwarf jedoch die Pläne für einen Einsatz im freien Training, nachdem in der Box ein Problem aufgetreten war. Eine überarbeitete Version wurde dann im ersten freien Training in Ungarn evaluiert, wobei das Team gezielt auf Strecken mit geringem Luftwiderstand und hohen Geschwindigkeiten setzte, auf denen das Konzept den größten Vorteil auf den Geraden bieten könnte.

Monza bietet nun die erste Gelegenheit dazu, und McLaren hat bestätigt, dass der H-Wing an beiden Fahrzeugen montiert wird.
Trotz der naheliegenden Versuchung, den Namen mit Star Wars in Verbindung zu bringen, erklärt McLaren, dass die Bezeichnung vom H im Etihad-Sponsorenlogo auf dem Heckflügel des MCL40 stammt. Dieser Buchstabe verläuft entlang der Mittellinie, nahe der Position des Aktuators, der den Flügel in den Geradeaus-Modus schaltet.
Die Namensgebung erinnert zudem an McLarens Geschichte, aerodynamische Innovationen rund um Sponsoren-Logos zu benennen. Der berühmte F-Schacht aus dem Jahr 2010 erhielt seinen Namen vom F im Vodafone-Logo auf der Fahrzeugnase, wo der Schacht installiert war.
Der H-Wing wird zusammen mit einer neuen Heckflügelspezifikation für geringen Luftwiderstand sowie mehreren kleineren aerodynamischen Optionen eingeführt. McLaren wird diese Komponenten bewerten, bevor die endgültige Spezifikation für das Qualifying festgelegt wird. Dies unterstreicht das Gleichgewicht zwischen Effizienz auf den Geraden und den aerodynamischen Anforderungen des restlichen Streckenverlaufs.

Neil Houldey, Technischer Direktor bei McLaren, erklärte, das Team habe alles mitgebracht, was für die Wettbewerbsfähigkeit notwendig sei, betonte jedoch, dass im MCL40 noch weiteres Leistungspotenzial schlummere.
„Insgesamt wissen wir, dass noch mehr Leistung im MCL40 steckt – sowohl durch die Maximierung des bestehenden Pakets als auch durch weitere Upgrades, die für die kommenden Rennen geplant sind“, so Houldey.
McLaren wird in Monza und beim Großen Preis von Spanien in der nächsten Woche zudem mit einer angepassten Lackierung fahren, um die Partnerschaft mit dem Kryptowährungsunternehmen OKX zu bewerben.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.