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Mercedes und Ferrari wurden beschuldigt, die Leistung ihrer Verbrennungsmotoren in der Anfangsphase der Formel-1-Saison 2026 bewusst gedrosselt zu haben, um von der ADUO-Unterstützung zu profitieren.
Diese Behauptung verleiht einer Regelung, die bereits im gesamten Fahrerlager für Unbehagen gesorgt hat, eine weitere Ebene der Kontroverse. Mercedes hat die Saison bisher dominiert, jedes Rennen gewonnen und einen Vorsprung von 79 Punkten in der Konstrukteurswertung auf Ferrari herausgefahren. Aufgrund der reinen Wettbewerbsform hatten viele erwartet, dass das Team aus Brackley von jeglicher zusätzlicher Upgrade-Unterstützung ausgeschlossen werden würde.
Diese Erwartung wurde durch die Ansicht von Naomi Schiff bestärkt, dass die FIA riskiere, die harte Arbeit von Mercedes zu untergraben, indem sie ihren Rivalen zusätzlichen Entwicklungsspielraum gewährt. Stattdessen hat die erste ADUO-Entscheidung Mercedes Unterstützung zugesprochen, während Red Bull als das Team mit dem stärksten Motor unter der verwendeten Messmethode identifiziert wurde.
Für weiteren Kontext zur breiteren Reaktion auf diese Entscheidung lesen Sie unseren Bericht darüber, wie die FIA ihre ADUO-Ergebnisse nach dem überraschenden Red-Bull-Motoren-Ranking überprüft.
Die Verwirrung rührt daher, was ADUO tatsächlich misst. Dem Quellenmaterial zufolge basiert der Mechanismus auf der Leistung des Verbrennungsmotors (ICE) und nicht auf der Gesamtleistung der kompletten Antriebseinheit.
Diese Unterscheidung ist entscheidend. Red Bull könnte daher das ICE-spezifische Ranking anführen, während Mercedes diesen Rückstand durch elektrische Leistung ausgleicht. Lewis Hamilton ließ die ADUO-Entscheidung beim Großen Preis von Monaco durchsickern, was eine erhebliche Reaktion im Fahrerlager auslöste, insbesondere weil Red Bull mit dem RB22 zu kämpfen hat, während Mercedes den Wettbewerbsstandard gesetzt hat.
Im „The Race F1 Podcast“ deutete der Journalist Mark Hughes an, dass das Ergebnis möglicherweise nicht das vollständige Wettbewerbsbild widerspiegelt. Er sagte, die Situation bleibe undurchsichtig, da alle Beteiligten nur mit einem Teil der verfügbaren Informationen arbeiteten.
Hughes argumentierte: „Wenn ich darauf wetten müsste, was wirklich zu diesem Ergebnis geführt hat, würde ich sagen, dass sowohl Mercedes als auch Ferrari bei den ersten Rennen bis Kanada bewusst nicht die optimale Leistung des Verbrennungsmotors abgerufen haben.“
Er fügte hinzu, dass dies dazu geführt haben könnte, dass Red Bull bei der Messung der FIA am stärksten erschien, wobei Mercedes angeblich 2 % und Ferrari 4 % dahinter lagen.
Hughes merkte zudem an, dass die Antriebseinheit von Red Bull möglicherweise immer noch die beste Leistungsentfaltung liefert, wenn sie ordnungsgemäß funktioniert, auch wenn ihre Fahrbarkeit nicht als besonders stark angesehen wird. Sein Fazit war deutlich: „Meine Vermutung wäre, dass sowohl bei Mercedes als auch bei Ferrari taktiert wurde.“
Sollte dies zutreffen, würde die Anschuldigung die Debatte darüber verschärfen, ob ADUO ein echtes Defizit belohnt oder lediglich eine strategische Darstellung.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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