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Fernando Alonso sorgte in Zandvoort für das herausragende Ergebnis von Aston Martin in dieser Saison: Er kämpfte sich im Großen Preis der Niederlande um neun Plätze nach vorne und beendete das Rennen auf dem neunten Rang. Diese Aufholjagd war umso bemerkenswerter, da beide Aston-Martin-Boliden am Samstag bereits in Q1 ausgeschieden waren – trotz des Honda-Motor-Upgrades. Die Aussichten für das Team wirkten bereits vor dem Rennstart mehr als trübe.
Die Punkteplatzierung ist erst die zweite für Aston Martin in dieser Saison. Die erste gelang in Monaco, wo das Team nach einer Strafe gegen Sergio Perez den zehnten Platz erbte. Vor diesem Hintergrund stellt Alonsos Fahrt ein besonders wichtiges Ergebnis für ein Team dar, das noch immer nach konstanter Leistung sucht.
Die Wende folgte zudem auf einen schwierigen Start in das Wochenende. Alonso sollte nach den Qualifying-Problemen von Aston Martin, wie in unserem Bericht über seine Schwierigkeiten im Qualifying detailliert beschrieben, von ganz hinten starten. Doch das Rennen zeigte eine wettbewerbsfähigere Seite des AMR26, die es dem zweifachen Weltmeister ermöglichte, kontinuierlich durch das Feld nach vorne zu fahren.
Adrian Newey, der Ende letzten Jahres zum Teamchef ernannt wurde, hat seit seinem Wechsel zu Aston Martin nur eine Handvoll Rennen besucht. In Zandvoort war er jedoch an der Boxenmauer präsent und entschied sich, Alonso direkt nach dem Überqueren der Ziellinie zu gratulieren.
„Gut gemacht, Fernando“, sagte Newey über den Teamfunk. „Das war eine großartige Fahrt. Sehr diszipliniert und ein toller Motivationsschub für alle in Silverstone. Danke.“
Alonso antwortete mit einem Lob für das Auto und das Team dahinter und deutete an, dass die jüngste Entwicklungsarbeit von Aston Martin beginnt, ein positiveres Fahrgefühl zu vermitteln.
„Ja, absolut“, antwortete er. „Danke an euch, an alle in Silverstone. Fantastisch. Es ist ein wunderbares Auto zu fahren, und ich weiß, da kommt noch mehr. Danke.“
Seine Kommentare unterstreichen die Fortschritte, die seit der Einführung eines neuen Chassis in Ungarn kurz vor der Sommerpause erzielt wurden. Das Ergebnis in Zandvoort liefert nun eine aussagekräftige wettbewerbsorientierte Referenz für diese Entwicklung.
Aston Martin liegt in der Gesamtwertung weiterhin auf dem vorletzten Platz, doch der neunte Rang stärkt die Hoffnung, in der zweiten Saisonhälfte den Rückstand auf Williams (11 Punkte), Audi (16 Punkte) und Haas (21 Punkte) zu verringern.
Der Ausfall von Lance Stroll, der durch ein Handling-Problem verursacht wurde, das möglicherweise mit einem Schaden zusammenhing, verhinderte ein noch stärkeres Teamergebnis. Zandvoort und der Hungaroring könnten zudem das Leistungsdefizit von Aston Martin kaschiert haben. Das nächste Rennen in Monza wird daher ein deutlich klarerer Test sein und das Honda-Upgrade unter Druck setzen, um weiteres Potenzial freizusetzen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.