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Lando Norris und McLaren droht beim GroĂen Preis von Monaco eine empfindliche Strafe, nachdem ein technischer Defekt das zweite freie Training des Briten im FĂŒrstentum vorzeitig beendete.
Zu Beginn des FP2 schaltete sich das Lenkrad von Norris aus, als er den Tunnel verlieĂ â eine der exponiertesten und unbarmherzigsten Passagen des Kurses in Monte Carlo. Der McLaren-Pilot stellte sein Auto umgehend ab, woraufhin Streckenposten das Fahrzeug von der Strecke schoben.
Die Probleme endeten jedoch nicht dort. Als die Streckenposten versuchten, das Auto mithilfe des Kupplungs-Auskupplungssystems (CDS) sicher zu bewegen, stellte sich heraus, dass das System nicht funktionierte. Da die Kupplung nicht wie vorgeschrieben gelöst werden konnte, musste das Auto mit einem Abschleppwagen abtransportiert werden, anstatt es einfach wegzuschieben â ein Vorgang, der ernsthafte Sicherheits- und Reglementsbedenken aufwirft.
Infolgedessen wurden Norris und McLaren zu den Kommissaren nach Monaco zitiert, um sich dort um 19:00 Uhr Ortszeit zu verantworten. Es ist bereits der zweite Termin bei den Kommissaren fĂŒr Norris an diesem Wochenende, nachdem er bereits gemeinsam mit Charles Leclerc am Donnerstag wegen eines verspĂ€teten Erscheinens zur offiziellen FIA-Pressekonferenz vorgeladen wurde.
Das CDS ist ein kritischer Sicherheitsmechanismus, der gemÀà dem Reglement vorgeschrieben ist. Sein Ausfall wĂ€hrend einer laufenden Session â und die daraus resultierende UnfĂ€higkeit, das Auto auf die vorgeschriebene Weise zu bewegen â ist genau die Art von Vorfall, die eine formelle Untersuchung durch die Rennleitung nach sich zieht.
Ein kĂŒrzlicher PrĂ€zedenzfall gibt einen Hinweis auf den möglichen Ausgang. Liam Lawson wurde am Freitag ebenfalls zu den Kommissaren in Monaco zitiert, nachdem er im FP1 gegen die Regeln bei der Boxenausfahrt verstoĂen hatte â ein weiterer komplizierter Start in das Wochenende fĂŒr den Racing-Bulls-Fahrer.
Beim letzten Rennen in Kanada wurde Lawson nach einem Ă€hnlichen Vorfall wĂ€hrend des Trainings untersucht. Racing Bulls erhielt daraufhin eine Geldstrafe von 30.000 âŹ, wobei 20.000 ⏠fĂŒr 12 Monate auf BewĂ€hrung ausgesetzt wurden, falls es zu einem erneuten VerstoĂ kommen sollte.
Dieses Urteil dient nun als MaĂstab fĂŒr das, was McLaren heute Abend in Monaco erwarten könnte, wĂ€hrend das Team und ihr TitelanwĂ€rter auf das Urteil der Kommissare warten.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist MitbegrĂŒnder von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugĂ€nglich, anschaulich und leicht verstĂ€ndlich macht.