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Esteban Ocon droht die Disqualifikation vom Sprintrennen beim Großen Preis von Kanada, nachdem an seinem Auto ein Verstoß gegen die Reifendruck-Regularien der Formel 1 festgestellt wurde – der jüngste in einer Reihe von regulatorischen Rückschlägen für den Franzosen in Montreal.
Ocon wurde von FIA-Technikdelegierten Jo Bauer bei den Stewards gemeldet, nachdem Kontrollen ergeben hatten, dass der Reifendruck seines linken Hinterrads unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestwert lag.
Bauers Bericht legte den Ablauf der Ereignisse präzise dar. Dem Delegierten zufolge wurde der Reifendruck am Auto mit der Startnummer 31 um 11:51 Uhr überprüft, wobei alle Räder bis 11:52 Uhr als am Auto montiert bestätigt wurden – beide Schritte erfolgten in Übereinstimmung mit den FIA-F1-DOC 062A Reifenbetriebsverfahren. Um 11:56 Uhr wurde jedoch Luft aus dem linken Hinterrad abgelassen, während das Rad am Auto montiert blieb – ein direkter Verstoß gegen die Punkte 2.5, 2.7 und 2.8 desselben Reifenbetriebsverfahrens.
„Da dies nicht mit Punkt 2.5, Punkt 2.7 und Punkt 2.8 des FIA-F1-DOC-062A Reifenbetriebsverfahrens übereinstimmt, überweise ich diese Angelegenheit zur Prüfung an die Stewards“, hieß es in Bauers Bericht.
Nach Bauers Meldung bestätigten die Stewards, dass sie den Vorfall untersuchen würden – was Ocons 13. Platz im Sprint ernsthaft gefährdet. Der ehemalige Grand-Prix-Sieger wurde vorgeladen, um sich um 14:45 Uhr Ortszeit vor den Offiziellen zu verantworten.
Der Zeitpunkt des mutmaßlichen Verstoßes ist entscheidend. Ob absichtlich oder nicht, das Ablassen von Luft aus einem montierten Reifen nach Ablauf des vorgeschriebenen Zeitfensters für die Druckprüfung ist ein klarer Verstoß gegen die Reifenbetriebsverfahren der FIA. Diese wurden eingeführt, um sicherzustellen, dass alle Autos mit Reifen fahren, die dieselben Mindestdruckstandards für Leistungsparität und Sicherheit erfüllen.
Es ist ein turbulentes Wochenende für Ocon in Kanada. Bereits zuvor war der Haas-Pilot ins Visier der Stewards geraten, nachdem er beim FP1 unter roter Flagge aus der Boxengasse gefahren war, kam damals jedoch ohne Strafe davon. Eine Disqualifikation vom Sprint wäre ein weitaus schmerzhafteres Ergebnis – und ein weiteres unerwünschtes Kapitel in einem ohnehin schwierigen Kanada-Wochenende für das Haas-Team.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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