Wird geladen

Der ehemalige Formel-1-Pilot Ralf Schumacher hat angedeutet, dass Paul Monaghan, der Chefingenieur für Fahrzeugtechnik bei Red Bull, der nächste hochrangige Mitarbeiter sein könnte, der das Team verlässt, während die einst dominante Struktur des Rennstalls weiter zerfällt.
Red Bull wurde in den letzten Jahren bereits von einer Reihe prominenter Abgänge erschüttert. Zu den großen Namen, die das Team verlassen haben, zählen Christian Horner, Adrian Newey, Jonathan Wheatley und Helmut Marko. Auch Max Verstappens langjähriger Renningenieur Gianpiero Lambiase wird das Team 2028 in Richtung McLaren verlassen, was die Kerngruppe, die den Grundstein für Red Bulls Meisterschaftsjahre Anfang der 2020er Jahre legte, weiter ausdünnt.
Im Podcast „Backstage Boxengasse“ erklärte Schumacher, dass Monaghans Zukunft nun ein Thema in der Gerüchteküche des Fahrerlagers sei.
„Das hört man zumindest so“, sagte Schumacher. „Ich stecke natürlich nicht so tief in der Materie drin.“
Schumacher bezeichnete Monaghans jüngsten öffentlichen Ton als bezeichnend, insbesondere die Art und Weise, wie er versuchte, ein Gegengewicht zu Verstappens Kritik an der aktuellen Situation bei Red Bull zu bilden.
„Was mir am meisten aufgefallen ist: Er hat sich sehr deutlich geäußert, nicht gegen Max Verstappen“, so Schumacher. „Aber er hat ein gewisses Gegengewicht [zu Verstappens Kritik] gebildet, indem er sagte: ‚Wir kennen Max ein bisschen, und die Situation ist eigentlich gar nicht so schlimm. Man muss das schon in den richtigen Kontext setzen‘.“
Für Schumacher war dieser Moment bemerkenswert, da es ein seltener Fall war, in dem ein offizieller Vertreter von Red Bull dem Tonfall rund um Verstappens Bedenken zumindest teilweise widersprach.
„Das war das erste Mal, dass sich ein offizieller Vertreter getraut hat, dem in irgendeiner Form zu widersprechen“, fügte er hinzu.
Monaghan ist fast so lange bei Red Bull, wie das Team in der Formel 1 vertreten ist, und hat sowohl die großen Erfolge mit Verstappen als auch zuvor mit Sebastian Vettel miterlebt. Sein möglicher Abschied hätte daher eine Bedeutung, die weit über einen einfachen Personalwechsel hinausgeht.
Der aktuelle Leistungsabfall von Red Bull zu Beginn des neuen Reglement-Zyklus hat die Aufmerksamkeit verschärft, ebenso wie die erneute Ungewissheit über Verstappens Zukunft. Auch das breitere Wettbewerbsumfeld hält Red Bull unter Beobachtung, wobei aktuelle Berichte darauf hinweisen, dass das Red-Bull-Upgrade in Österreich die Lücke zum RB22-Rückstand auf die Hauptkonkurrenten nicht schließen wird.
Schumacher ist überzeugt, dass Red Bull stabiler wirken würde, wenn Marko noch Einfluss in der Garage hätte.
„Vor allem zeigt es, wer fehlt, und das kann ich nicht oft genug sagen: Dr. Helmut Marko“, sagte Schumacher. „Er hat diese Rolle früher ausgefüllt. Er stand fest hinter dem Team, aber auch hinter den Fahrern. Er hat klare Grenzen gesetzt, klare Informationen gegeben und die Richtung vorgegeben.“
Er fügte hinzu, dass Marko hinter den Kulissen bedeutende Arbeit geleistet habe, von der Problemlösung bis hin zur Besetzung wichtiger Positionen mit den richtigen Leuten.
„All das ist jetzt weg“, so Schumacher. „Obendrein ist seit dem Tod von Dietrich Mateschitz eine neue Unternehmensstruktur entstanden.“,

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare
Seien Sie der Erste, der Ihre Gedanken teilt!
Beiträge werden geladen...