Berichte: Formel 1 könnte bis 2030 nach Afrika zurückkehren

Die Formel 1 könnte einer Rückkehr nach Afrika näher kommen: Berichten zufolge hat Ruanda eine Vereinbarung über die Ausrichtung eines Grand Prix auf einer Strecke nahe der Hauptstadt Kigali getroffen.
Zuletzt gastierte die Rennserie 1993 auf dem Kontinent – damals in Kyalami. Seitdem wird eine afrikanische Station immer wieder als Ergänzung des Rennkalenders gefordert. Laut RacingNews365 haben sich die maßgeblichen Parteien inzwischen auf ein Rennen in Ruanda verständigt. Eine offizielle Bekanntgabe steht allerdings noch aus.
Neue Rennstrecke nahe Kigali geplant
Ruanda verfügt bislang über keine Rennstrecke, die für die Formel 1 geeignet wäre. Berichten zufolge soll daher eine neue, permanente Anlage entstehen und keine bestehende Strecke genutzt werden. Als Standort ist die Nähe des internationalen Flughafens Bugesera im Umfeld von Kigali vorgesehen.
Der frühere F1-Pilot und Streckendesigner Alex Wurz soll mit dem Entwurf und der Streckenführung beauftragt sein. Das Vorhaben wäre damit ein bedeutender Schritt für Ruandas Bewerbung: Es ginge nicht nur um die Rückkehr an einen etablierten Austragungsort, sondern um den Bau einer eigens dafür konzipierten Rennstrecke.
Ruandas Präsident Paul Kagame hat sich öffentlich für das Ziel ausgesprochen, die Formel 1 ins Land zu holen. 2024 war Kigali Gastgeber der FIA-Generalversammlungen und der Preisverleihung. Bei dieser Gelegenheit gab Kagame Ruandas Bewerbung um die Ausrichtung eines Grand Prix offiziell bekannt.
Rückkehr nach Afrika liegt noch Jahre in der Zukunft
Kyalami, die frühere Strecke des Großen Preises von Südafrika, gilt als einzige bestehende Rennstrecke auf dem Kontinent, die eine Austragung der Formel 1 in Betracht ziehen könnte. Auch Südafrika bemüht sich um eine Rückkehr in den Rennkalender, wie dieser Bericht über die Bewerbung Kyalamis um einen Grand Prix zeigt.
Die gemeldete Einigung ist ein Fortschritt für Ruanda, bedeutet aber nicht, dass das Rennen unmittelbar bevorsteht. Eine Bekanntgabe durch die Formel 1 wird erwartet – möglicherweise noch vor Jahresende. Derzeit wird mit einer Rückkehr des Afrikanischen Grand Prix frühestens 2030 gerechnet.
Der siebenmalige Weltmeister Lewis Hamilton zählt zu den prominentesten Befürwortern eines Rennens in Afrika. Mit einem möglichen Standort, einem mutmaßlichen Verantwortlichen für den Streckenentwurf und einer angeblich erzielten Einigung nimmt Ruandas Vorhaben offenbar Gestalt an. Wichtige Einzelheiten müssen jedoch noch offiziell bestätigt werden.
