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George Russell ist der Ansicht, dass sich seine Befürchtungen bezüglich Ferrari vor dem Großen Preis von Ungarn bereits bestätigt haben, nachdem die Scuderia am Freitag im Training auf dem Hungaroring die überzeugendste Leistung ablieferte.
Der Mercedes-Pilot beendete beide Eröffnungssitzungen auf dem fünften Platz, doch die Schlagzeile war nicht Russells eigene Platzierung, sondern der Vorsprung von Ferrari an der Spitze. Er lag im ersten freien Training eine Sekunde hinter Charles Leclerc und machte in der zweiten Sitzung nur begrenzte Fortschritte, wo er neun Zehntelsekunden langsamer als Lewis Hamilton war.
Dieser Rückstand bedeutet, dass Mercedes bei der Performance auf eine einzelne Runde noch Arbeit vor sich hat, auch wenn Russell bei den Longruns einige ermutigende Anzeichen sah. Seine Kommentare unterstreichen zudem den Kontrast zwischen Ferraris unmittelbarem Tempo und den konkurrenzfähigeren Rennsimulationen von Mercedes.

„Unsere einzelne Runde sah nicht großartig aus“, sagte Russell nach dem zweiten freien Training. „Der Longrun sah konkurrenzfähiger aus, aber das, was wir bei Ferrari potenziell befürchtet hatten, scheint sich zu bewahrheiten; sie sehen sehr, sehr stark aus.“
Das Leistungsbild wurde durch eine unerwartet schwierige Strecke verkompliziert. Teile des Hungarorings wurden neu asphaltiert, was zu einem grifflosen und rutschigen Belag führte, mit dem mehrere Fahrer zu kämpfen hatten. Russell identifizierte die letzten beiden Kurven als besonderes Problem, da die Oberfläche dort als holprig und instabil unter den Autos beschrieben wurde.
„Es war ein ziemlich seltsamer Tag da draußen, denke ich, für jeden“, erklärte er. „Budapest ist eine fantastische Strecke zum Fahren, aber sie haben die Hälfte der Strecke neu asphaltiert; super holprig.“
Er fügte hinzu, dass Abschnitte der Strecke „an den letzten paar Kurven aufbrachen“, was den Kurs ungewöhnlich schwer zu fahren machte. Die Fahrer erlebten wiederholt plötzliches Übersteuern, auch Hamilton, während der schwere Unfall von Franco Colapinto im Alpine die Sitzung zum Stillstand brachte. Colapintos FP2-Crash sorgte für einen dramatischen Tag in Budapest.

Russells fünfter Platz muss daher im Zusammenhang mit den beträchtlichen Abständen zu Ferrari betrachtet werden. Während die Daten aus den Longruns Mercedes einen positiveren Hinweis gaben, bleibt der Rückstand auf eine einzelne Runde die deutlichste Warnung für den Rest des Wochenendes.
Für Ferrari hingegen lieferten die ersten Sitzungen genau die Art von Beweisen, die Bedenken vor dem Event in echte Erwartungen verwandeln können. Russells Befürchtung wurde durch den ersten Trainingstag nicht entkräftet, sondern durch die Zeitenmonitore noch verstärkt.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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