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Der frühere Haas-Teamchef Guenther Steiner glaubt, dass Mercedes Max Verstappen womöglich nicht mehr verpflichten muss. Seiner Ansicht nach hat das Team aus Brackley mit Andrea Kimi Antonelli bereits einen Fahrer gefunden, der das Potenzial besitzt, diese Rolle auszufüllen.
Verstappens Zukunft bleibt eines der großen Spekulationsthemen im Fahrerlager. Red Bulls Schwierigkeiten, an der Spitze des Feldes 2026 mit Mercedes Schritt zu halten, haben die Spekulationen über einen möglichen Wechsel des Niederländers weiter angeheizt. Mercedes und McLaren gelten als mögliche Ziele für seinen nächsten Karriereschritt.
Steiner kommt jedoch zu dem Schluss, dass die Auswahl an realistischen Zielen begrenzt ist. Im Podcast Up To Speed mit dem früheren Fahrer David Coulthard und der Content-Creatorin Jolie Sharpe erklärte er, Verstappen würde Red Bull nur für eine eindeutig bessere Gelegenheit verlassen wollen.
„Das Problem für Max ist aus meiner Sicht derzeit: Hättet ihr mich vor drei oder vier Tagen gefragt, hätte ich gesagt, dass ein Wechsel zu McLaren ein Schritt zur Seite wäre. Nach dem Großen Preis von Ungarn ist es vielleicht kein Schritt zur Seite mehr – aber seitdem hat sich einiges verändert“, sagte Steiner.
Steiner verwies auf die weiterhin vorhandene Wettbewerbsfähigkeit von Red Bull – trotz der aktuellen Position des Teams. Er bezeichnete den Rennstall als eines der „großen vier guten Teams“ und betonte, Verstappen werde kaum wechseln, solange die Alternative keine besseren Erfolgschancen biete.
Ferrari, so Steiner, habe seine Cockpits bereits besetzt. Mercedes wiederum könnte nach Antonellis Entwicklung weniger Anlass haben, seine Fahrerpaarung aufzubrechen. Steiners Fazit fiel eindeutig aus: „Bei Mercedes haben sie meiner Meinung nach jetzt den nächsten Max Verstappen gefunden. Vielleicht brauchen sie den echten Max Verstappen im Moment also gar nicht.“
Damit rückt Antonelli ins Zentrum von Mercedes’ Überlegungen zum Fahrermarkt – eine Entwicklung, die sich auch in Wolffs Einschätzung zu Antonellis Entwicklung widerspiegelt.
McLaren könnte Verstappens naheliegendste Alternative sein, doch Steiner bezweifelt, dass diese Möglichkeit überhaupt besteht. Zudem hob er Red Bulls Status als Werksteam mit eigener Antriebseinheit hervor und stellte ihn McLarens Kundenbeziehung zu Mercedes gegenüber.
„Wenn Max irgendwohin wechselt, dann will er zum besten Team, das es gibt“, sagte Steiner. Auch wenn McLarens jüngste Ergebnisse die Einschätzung eines möglichen Wechsels verändert haben mögen, bleibt der Kernpunkt unverändert: Verstappen wird Red Bull kaum gegen ein Paket eintauschen, das nicht zu den stärksten verfügbaren Optionen gehört.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.