Tom McCullough verlÀsst Aston Martin nach mehr als einem Jahrzehnt

Aston Martin verliert langjÀhrigen Ingenieur
Tom McCullough wird Aston Martin nach Informationen von F1.com am Saisonende verlassen. Damit endet seine mehr als zehnjĂ€hrige TĂ€tigkeit fĂŒr die Organisation â von der Force-India- ĂŒber die Racing-Point- bis hin zur Aston-Martin-Ăra.
McCullough hatte in dieser Zeit verschiedene Positionen inne, vor allem im Bereich der Performance an der Rennstrecke. Sein Abschied erfolgt wÀhrend Aston Martin seine Wettbewerbsstruktur weiter neu aufbaut. Aktuell liegt das Team auf dem zehnten Platz der Konstrukteurswertung.
Die Nachricht folgt auf eine Neuordnung der FĂŒhrungsebene zu Beginn des Jahres 2025. McCullough wurde aus dem Formel-1-Projekt abgezogen und ĂŒbernahm eine FĂŒhrungsrolle in einem anderen GeschĂ€ftsbereich. Dort konzentrierte er sich auf den Ausbau des breiteren Rennsportprogramms des Teams. Seine bisherigen Aufgaben in der Formel 1 ĂŒbernahm Mike Krack, der die Position des Chief Trackside Officer einnahm.
McCulloughs nÀchste Aufgabe ist noch nicht bestÀtigt.

Ein Jahrzehnt im Dienst von drei Teamnamen
McCullough begann seine Formel-1-Karriere 2002 bei Williams als Dateningenieur. SpĂ€ter wurde er Renningenieur und arbeitete mit Nico HĂŒlkenberg, Rubens Barrichello und Bruno Senna zusammen.
Nach zehn Jahren bei Williams verbrachte er 2013 eine kurze Zeit bei Sauber als Leiter der Streckeningenieure. AnschlieĂend kehrte er nach GroĂbritannien zurĂŒck, um bei Force India das Ingenieurteam an der Rennstrecke zu leiten.
Seine Zeit bei der Organisation fiel mit einigen ihrer stÀrksten Ergebnisse zusammen. Force India belegte 2016 und 2017 jeweils den vierten Platz. Racing Point feierte 2020 unter diesem Namen den ersten Sieg des Teams und schloss die Meisterschaft ebenfalls auf Rang vier ab.

Aston Martins nÀchste Entwicklungsphase
Das Team wird inzwischen von Adrian Newey gefĂŒhrt, der die Ămter des Teamchefs und des technischen GeschĂ€ftsfĂŒhrers bekleidet. Beim jĂŒngsten Rennen in Ungarn brachte Aston Martin ein B-Spezifikationsauto an den Start, nachdem das Team ĂŒber weite Strecken der Saison das langsamste Fahrzeug eingesetzt hatte. Das Update bedeutete einen Schritt nach vorn und ermöglichte es Aston Martin, im Mittelfeld deutlich enger mitzuhalten.
Weitere Chassis-Entwicklungen sollen in Monza und Baku debĂŒtieren. Motorenpartner Honda wird voraussichtlich beim nĂ€chsten Rennen in Zandvoort die erste ĂŒberarbeitete Antriebseinheit der Saison einsetzen. Dieses Entwicklungsprogramm wird nun parallel zum Abschied eines der dienstĂ€ltesten FĂŒhrungskrĂ€fte im technischen Bereich der Organisation weiterlaufen.
Die VerĂ€nderung fĂŒgt einer ohnehin von ĂbergĂ€ngen geprĂ€gten Phase bei Aston Martin eine weitere Ebene hinzu. Wie bereits in Aston Martin verliert offenbar langjĂ€hrigen Performancechef Tom McCullough berichtet, hat die Umstrukturierung des Teams McCulloughs Position bereits verĂ€ndert. Sein bevorstehender Abschied bestĂ€tigt nun, dass die nĂ€chste Projektphase ohne ihn gestaltet wird.
